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Brandenburg Wolfsmärchen macht die Runde
Brandenburg Wolfsmärchen macht die Runde
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15:51 29.01.2014
Zum Heulen, die vielen Märchen über den bösen Wolf.
Zum Heulen, die vielen Märchen über den bösen Wolf. Quelle: dpa
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Berlin

Verbreitet wird die Geschichte von der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Jäger“ unter dem Titel „Das Märchen über den Wilden Wolf“. Da ist die Rede vom „Tatsachenbericht eines Bundespolizisten, der bestätigt, dass ein Lkw an der deutsch-polnischen Grenze gestoppt wurde“, der „auf der Ladefläche mehrere Luchse und Wölfe“ hatte.

Die aktuelle Zeitschrift "Jäger" titelt mit der Schlagzeile "Das Märchen vom wilden Wolf"www.jaegermagazin.de Quelle: Screenshot

Ein Fachmagazin tischt seinen Lesern ein Märchen über polnische Isegrim-Transporte auf

Entgegen dieser Darstellung stellte die Bundespolizeidirektion Berlin jetzt klar, es gebe keinerlei Hinweise auf solche Wolfstransporte. Einen solchen Fall hat es nicht gegeben, so die Behörde.
Prüfungen der Bundespolizei führten zu einem Fall von Anfang November, als auf einem Transporter T 4 ein „Steppenwolf“ sichergestellt wurde. Dabei handelte es sich nicht um einen nordamerikanischen Kojoten, sondern um ein Fahrrad des gleichnamigen Herstellers. Es war Hehlerware auf dem Weg nach Osteuropa.

Eindeutig kein Wolf, auch wenn das Fahrrad der Mountainbike-Firma "Steppenwolf" heißt.

"Erschossen und durch halb Europa gekarrt."

Die Gerüchteküche rund um Wölfe und illegale Transporte brodelt vor allem im Internet. Im "Jagdforum24.de" etwa gibt es wilde Spekulation über sogenannte "Kofferraumwölfe", die nicht selbstständig eingewandert sind, sondern von Menschen illegal ausgesetzt wurden.

 "Erschossen und durch halb Europa gekarrt: War die Wölfin von Luttelgeest ein ,Kofferraum-Wolf''?", titelt der Nabu in einem Artikel auf seiner Internetseite. Hintergrund: Anfang Juli 2013 war im niederländischen Luttelgeest eine Wölfin tot aufgefunden worden. Untersuchungen des tiermedizinischen Zentrums der Uni Utrecht würden nahelegen, dass die Wölfin erst nach ihrem Tod zum Fundort gebracht wurde. "Am wahrscheinlichsten erscheint nun, dass die Wölfin nicht auf eigenen Pfoten den Weg in die Niederlande gefunden hat, sondern in Osteuropa erschossen und dann nach Westen transportiert worden ist. Die Wölfin von Luttelgeest wäre damit der erste leibhaftige „Kofferraum-Wolf“, wie der Freundeskreis freilebender Wölfe den Fall resümiert"

MAZ

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