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Brandenburg Psychotherapeuten rangeln um Plätze
Brandenburg Psychotherapeuten rangeln um Plätze
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19:53 12.12.2013
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Potsdam

Gute Nachrichten für Menschen mit seelischen Leiden: Die Wartezeit auf einen Platz beim Psychotherapeuten dürfte sich bald reduzieren. 56 neue Sitze für Psychotherapeuten sieht die im Sommer verabschiedete Bedarfsplanung vor. Damit steigt die Zahl der Therapeuten von derzeit 390 auf dann 446. Bis die 56 Plätze besetzt sind, könnte jedoch noch einige Zeit verstreichen: Ganze 728 Anträge sind dafür bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) eingegangen, so Ralf Herre, Sprecher der KVBB.

Die Plätze in Berlin-Nähe seien besonders beliebt, so Herre, weil in der Hauptstadt derzeit keine Neuzulassungen möglich seien und daher viele Therapeuten auf Brandenburg ausweichen wollen. So gab es allein in Potsdam-Mittelmark auf 6,5 freie Plätze 208 Anträge von 152 Antragstellern. Ein Zulassungsausschuss bestehend aus drei Ärzten und drei Vertretern der Kassen entscheidet darüber, wer den Zuschlag bekommt. Die Antragsbearbeitung werde bis zum Ende des ersten Quartals 2014 dauern, erklärte Herre. Die ersten Zulassungen gelten jedoch schon zum 1. Januar.

Die Aufstockung kommt wie gerufen. In keiner anderen Arztgruppe steigen laut KVBB die Fallzahlen so extrem wie bei den Psychotherapeuten. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg der Inanspruchnahme um mehr als 20 Prozent“, sagt Herre. Unterversorgt mit Psychotherapeuten sind laut KVBB die Kreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz.

Nach Expertenansicht reichen die zusätzlichen Sitze zwar immer noch nicht aus, aber „das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Hartmut Uhl, Vorsitzender der Landesgruppe Brandenburg der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung. „Ländliche Gebiete werden besser versorgt, dadurch können Patienten wohnortnäher behandelt werden.“ Wie sich die zusätzlichen Sitze konkret auf die Wartezeiten auswirken, könne man vermutlich erst im nächsten Jahr sagen.

Von Angelika Pentsi

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