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Brandenburg Zehntausende demonstrieren für Agrarwende
Brandenburg Zehntausende demonstrieren für Agrarwende
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19:05 17.01.2015
Demonstranten protestieren Samstag in Berlin gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP.
Demonstranten protestieren Samstag in Berlin gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP. Quelle: Maurizio Gambarin
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Berlin

Sie kamen mit Luftballons, Trillerpfeifen und in Tierkostümen: Gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP sind am Samstag tausende Menschen in Berlin auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Veranstalter der "Kampagne Meine Landwirtschaft" kamen 50.000 Teilnehmer zu der Agrar-Demo am Rande der Grünen Woche. Ein Sprecher der Polizei dagegen ging zunächst von weitaus weniger Teilnehmern aus. Auch über 90 Traktoren rollten mit der Menge vom Potsdamer Platz in Berlin-Mitte zum Bundeskanzleramt.

Zehntausende Menschen protestieren am Samstag in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt" gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP. Aufgerufen hatte die "Kampagne Meine Landwirtschaft", ein Bündnis aus mehr als 80 Bauern-, Verbraucher-, Eine-Welt- sowie Tier- und Umweltschutzorganisationen.

Unter die Teilnehmer hatte sich auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt gemischt. Sie forderte ein Umdenken vor allem in der Fleischproduktion. Pro Tier müsse es eine bestimmte Fläche geben, meinte sie. Und: "Antibiotika dürfen nicht mehr zum Einsatz kommen." Es ergebe keinen Sinn, dass Menschen krank würden durch resistente Keime. "Wir brauchen dieses Billigfleisch nicht."

TTIP

Kommen Spreewaldgurken bald aus Florida? Bauern fürchten das Freihandelsabkommen.

Menschen im Maiskolben-Kostüm, als Schweine, Kühe oder Hühner verkleidet: Bei lauter Musik war auf der Veranstaltung fast Volksfeststimmung. Die Teilnehmer, die aus allen Altersklassen stammten, schwenkten pinke Fahnen mit dem Schriftzug "TTIP stoppen" oder hielten selbstgebastelte Plakate und Banner in die Höhe. Fairer Handel, artgerechte Haltung von Nutztieren, gerechte Preise für die Güter von Landwirten und gentechnikfreie Saatgutvielfalt zählten zu den Forderungen.

TTIP und das Grundrecht auf saubere Nahrungsmittel

"Ich bin hier, weil ich nicht möchte, dass unsere amerikanischen Freunde uns über den Tisch ziehen. Das Grundrecht auf saubere Nahrungsmittel wird mit TTIP total unterlaufen", fand etwa ein 65-Jähriger, der aus München angereist war.

Zu dem Protestzug hatte ein Bündnis aus mehr als 80 Bauern-, Verbraucher-, sowie Tier- und Umweltschutz-Organisationen aufgerufen. Die Demonstration fand bereits zum fünften Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 30.000 Menschen.

MAZonline

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