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Brandenburg Zeichen gegen Homophobie: Regenbogenflagge am Landtag gehisst
Brandenburg

Zeichen gegen Homophobie: Regenbogenflagge am Landtag in Potsdam gehisst

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21:47 17.05.2021
Eine Regenbogenfahne weht neben den Fahnen von Deutschland und Brandenburg im Innenhof des Brandenburger Landtags anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai.
Eine Regenbogenfahne weht neben den Fahnen von Deutschland und Brandenburg im Innenhof des Brandenburger Landtags anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai. Quelle: Martin Mülle/imago
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Potsdam

Anlässlich des internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie ist am Montag am Brandenburger Landtag eine Regenbogen-Flagge gehisst worden. Die Fahne sei als Zeichen der Solidarität und für den Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft aufgezogen worden, teilte das Sozialministerium mit.

Man wolle außerdem ein Zeichen für die Akzeptanz der Vielfalt geschlechtlicher Identität und sexuellen Orientierung in der Gesellschaft setzen, sagte Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Grüne). „Wir wollen auch in Zeiten Sozialer Distanz Jugendliche beim Coming-Out unterstützen, älteren und pflegebedürftigen Queers wie auch Regenbogenfamilien den Zusammenhalt und die Gleichstellung für LSBTIQ*-Personen versichern und gleichzeitig der Zunahme von Hate Speech entgegentreten“, betonte sie weiter.

Verdoppelung homophober Straftaten

Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.Homo-, Bi- und Intersexuelle sowie Transmenschen seien besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen.

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Diskriminierungsfreie Schutz- und Schonräume wie Stammtische, Treffen für Regenbogenfamilien oder queere Jugendtreffs seien seit mehr als einem Jahr geschlossen.„Queere Unterstützungsstrukturen leiden in besonderem Maße, da sich diese oft über mehr als einen Haushalt erstrecken“, heiß es weiter in der Mitteilung des Ministeriums.

Laut der Landesgleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg hätten sich zudem Straftaten, die sich gegen die sexuelle Orientierung der Opfer richteten, verdoppelt. Es sei davon auszugehen, dass nicht einmal jede dritte Tat angezeigt wird.Der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie geht auf den 17. Mai 1990 zurück: Damals beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.

Von RND/dpa