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Lokales Das sagen Brandenburger Briten zum Brexit
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16:35 24.06.2016

Das sagen Brandenburger Briten zum Brexit

Carly Palmer Foster, Analystin, Brandenburg an der Havel (27): „Ich sehe mich selbst als ’Europäerin’. Ich habe auf dem ganzen Kontinent Freunde, habe selbst auf dem europäischen Festland gelebt und studiert. Trotzdem habe ich für den Brexit gestimmt, denn meine Liebe und Zuneigung für die europäische Idee hat nichts zu tun mit einer politisch-wirtschaftlichen Instanz wie der EU. Das Aus bedeutet für mich, dass Britannien sich in einer globalen Welt nun autonom und unabhängig selbst verwalten kann – das natürlich auch im Interesse unserer geografischen Nachbarn.“

Quelle: Rißling

David Saul (26), Footballspieler bei den Potsdam Royals: „Ich bin heute wirklich traurig und ich werde mich nun zwei Jahre lang sehr unsicher bezüglich meiner Zukunft fühlen – das ist der Preis, den wir zahlen, um Großbritannien wieder „groß“ zu machen. Souveränität und Ländergrenzen sind ein schrecklich veraltetes Konzept. Anstatt ein engstirniges Land zu sein und die EU zu verlassen, sollten wir Vorreiter bei ihrer Expansion sein.“

Quelle: Bernd Gartenschläger

Heidrun Baumgardt-Knox, 69 Jahre, Rentnerin, Ex-Lehrerin aus Oranienburg, noch in Großbritannien lebend: „Man könnte die Entscheidung abtun mit einem Zitat von Obelix: „Die spinnen, die Briten!“ Aber leider ist es viel zu ernst, um Scherze zu machen. Die Folgen werden unabsehbar schlimm für das Königreich und für uns sein. Mein Mann und ich sind froh, dass wir nach Deutschland ziehen können. Die Boulevardpresse und die Rechten haben einen Pyrrhussieg errungen und das Klima für Ausländer und besonders Flüchtlinge wird rau werden. Wir sehen auch Schottland auf Dauer nicht mehr im Königreich, vielleicht sogar Nordirland. Auf alle Fälle kann auch hier die EU nicht mehr so weitermachen wie bisher. Reformen sind notwendig, um einen weiteren Zerfall zu verhindern.“

Quelle: privat