Menü
Anmelden
Lokales Ehrenamtlich Engagierte aus Leidenschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:25 10.12.2017

Ehrenamtlich Engagierte aus Leidenschaft

1-3 7 Bilder

Ehrenamtler sind ein Motor der Brandenburger Gesellschaft. In Potsdam wurden 100 von ihnen stellvertretend besonders bei einem Empfang des Landtags und der Landesregierung gewürdigt. Wir stellen sechs der freiwilligen Helfer aus ganz unterschiedlichen Ehrenämtern vor.

Quelle: Bernd Gartenschläger/ MAZonline

Die Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung“, sagt Jennifer Dürkoop aus Wittstock/Dosse. Die markante 29-Jährige mit ihren knallroten Haaren, ihrer offenen Art und dem „Helfersyndrom“ ist inzwischen seit 17 Jahren ehrenamtlich bei den Lebensrettern engagiert. Feuerwehrfrau, Gruppenführerin, Stadtjugendfeuerwartin, stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin, Öffentlichkeitsarbeiterin bei der Landesjugendfeuerwehr in Brandenburg: Die Liste ihres Engagements ist lang. Viel Zeit für andere Aktivitäten bleibt da nicht. Glücklich ist sie trotzdem, denn die Feuerwehr ist zu ihrem Leben geworden. „Es ist ein unbeschreibliches Glückgefühl, anderen Menschen und Tieren helfen zu können“, sagt sie. Auch im Beruf hört die Leidenschaft nicht auf, denn für ihre Heimatstadt ist sie als Brandschutzerzieherin zuständig. (Christin Iffert)

Quelle: Bernd Gartenschläger

Koroosh Parviz (42) lebt erst seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. Mit seiner Familie floh er aus dem Iran. Ehrenamtlich engagiert sich der Doktor der Sprach- und Literaturwissenschaften als Sprachmittler im Projekt „Sicheres Flüchtlingsheim“ in Königs Wusterhausen. Parviz kennt die Probleme, denen sich Geflüchteten stellen, wenn sie in einen anderen Kulturkreis kommen. Und er kennt die Situation in den Flüchtlingsunterkünften. Er spricht inzwischen gut Deutsch. Die Sprache hat sich der 42-Jährige selbst beigebracht, als er keinen Platz in Deutschkursen fand. Also nahm er sich Bücher und lernte – jeden Tag. „Wenn man nichts versteht, dann kann man nicht leben“, sagt er. Der Gang zum Arzt oder zu den Behörden, all das sind scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten, wenn die Sprachbarriere da ist. Genau dort setzt er an und hilft damit nicht nur Flüchtlingen, sondern auch Ämtern und der Polizei. Das Ehrenamt ist für ihn Ehrensache. „Ich war überwältigt von den Deutschen, die trotz Arbeit und Familienleben trotzdem Zeit fanden, uns in den Unterkünften zu unterstützen. Warum also sollten wir uns diese Zeit nicht auch nehmen“, fragt er. Einen Job hat er außerdem als Sprachlehrer an der Volkshochschule. Sein großes Ziel ist die Arbeit in einem Umfeld, das er gut kennt: die Universität. (Christin Iffert)

Quelle: Bernd Gartenschläger
1-3 7 Bilder