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Lokales Das sagen Lokalpolitiker zu den preisen der StWB
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15:49 02.11.2018

Das sagen Lokalpolitiker zu den preisen der StWB

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Klaus Hoffmann, Grüne: 1. Bei dem Vorstoß handelt es sich um blanken Populismus und daher lehne ich ihn ab! Von Beginn an hatte ich Zweifel an der Vergleichsrechnung, da bei Portalen Boni und Rabatte herausgerechnet werden müssen und man nicht vom Grundtarif ausgehen kann. Bezieht man den Stwb-StromAktivFix könnte man beim Wechsel zu den Stadtwerken Rostock gerade 36,28 Euro jährlich bei 3500 kw/h sparen. Sollten die sich die CDU-Forderung durchsetzen, würden wir das vielfältige Engagement der Stadtwerke gefährden: z.B. kulturelle Einzelprojekte und des Havelfestes. Die Stadtwerke ein wichtiger Arbeitgeber in der Stadt. Sinnvoller wäre, die städtischen Anteile an der StwB auszubauen, um die Gewinnausschüttungen an den städtischen Haushalt zu erhöhen. Ich bin vor etwa 15 Jahren zu einem Ökostromanbieter gewechselt, der selber auch Ökostrom produziert. Die Stwb hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Ökostrom im Angebot. Der Preis war daher für mich zweitrangig. Ähnlich verhält es sich mit Gas. Seitdem die StwB jetzt auch Ökostrom anbietet, habe ich mich noch nicht erneut mit diesem Thema befasst. 3. Es erstaunt mich, dass ein Geschäftsführer und Inhaber ausgehend von einem Vergleichsportal derartige Forderungen erhebt. Die Vermutung liegt nah, dass er selber jährlich wechselt, gar billigen Atomstrom bezieht oder aber mit der ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden darüber noch nie gesprochen hat. Bei seinem Unternehmen können viele Brandenburger nicht einfach über ein Portal wechseln. 4.Das Thema taugt nicht für den Wahlkampf. Es suggeriert lediglich, dass die Stadt sich an den vermeintlich überhöhten Preisen bereichert. Und ignoriert, dass es sich um einen VorOrtAnbieter handelt, der direkt und persönlich ansprechbar ist und sich vielfältig engagiert. 5. Ich gehe davon aus, dass die Stadtwerke im Zuge der täglichen Marktbehauptung selbst ein großes Interesse daran haben, ihre Preise konkurrenzfähig zu halten.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Dirk Stieger, Freie Wähler: 1. Mit der Stadtwerke GmbH ist unsere Stadt an einem guten Unternehmen der Daseinsvorsorge beteiligt. Im kommunalen Bereich werden Stadtwerke wegen ihrer „sozialen Dividende“ geschätzt. Regelmäßig stellt sich der Erfolg der Stadtwerke für den städtischen Haushalt als positiv dar. Die Freien Wähler können ohne Aufsichtsratsmandat nicht einschätzen, ob sich aus dem Ergebnis der StWB Möglichkeiten eröffnen, Preissenkungen vorzunehmen. Sollten sich Spielräume ergeben, so sind Preisanpassungen wünschenswert. 2. Ich darf versichern, dass ich in meiner (früheren) Arbeit im Aufsichtsrat die in der ersten Antwort skizzierten Grundsätze zweifellos beherzigt habe. Weil ich davon überzeugt bin und nur so mit dem wirtschaftlichen Erfolg auch der Mehrwert für unsere Stadt steigt. 3. Zu den Fakten, die auf die Preisgestaltung Einfluss haben und die Gegenstand auch der Arbeit des Aufsichtsrates sind, haben wir Freien Wähler gegenwärtig keine Kenntnis. 4. Die Frage danach, welche Belastungen Bürger tragen sollen, ist immer politisch. Sie wird im Wahlkampf gestellt werden. Einem Preis steht immer eine Leistung gegenüber. Die Akzeptanz eines Preises ist dabei um so höher, je eher der Leistungsbezug erkennbar ist. Dass Versorgungssicherheit nicht umsonst zu haben ist, leuchtet jedem ein. Ob die Äquivalenz stimmt, darf hinterfragt werden. Natürlich auch im politischen Raum im Wahlkampf. 5. Ob Spielräume für Preissenkungen vorhanden sind, können wir nicht einschätzen. Sie zu hinterfragen, halten wir für richtig. Die Prozesse der Digitalisierung werden auch hier Veränderungen bringen - mit Risiken und Chancen. Stadtwerke haben einen örtlichen Bezug, sind flexibel aufgestellt. Noch bessere Vernetzung und Angebote für das Umland und die Region, auch neue Produkte und Marketingideen müssen her, um sich weiter als kompetenter und zuverlässiger Partner für Versorgungssicherheit mit kommunaler Note zu empfehlen.

Quelle: VOLKMAR/MALOSZYKVOLKMAR/MALOSZYK

Dietlind Tiemann, Kreisvorsitzende der CDU: Für eine Reaktion steht Frau Dr. Dietlind Tiemann MdB nicht zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Büro Dr. Dietlind Tiemann Mitglied des Deutschen Bundestags Nach der Absage durch das MdB-Büro der CDU-Kreisvorsitzenden Dietlind Tiemanns schickte die MAZ die Fragen an ihren Vize Jan Penkawa, der aber im Auslandsurlaub ist und trotz seines Bemühens niemanden im CDU-Vorstand fand, der die Fragen beantwortete. (Anm.d.Red.)

Quelle: Friedrich Bungert
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