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Lokales Die besten Alben 2018
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17:38 29.11.2018

Die besten Alben 2018

1. Arctic Monkeys: Tranquility Base Hotel & Casino. Die Songs sind am Flügel komponiert, nicht mehr an der Gitarre. Bei den Briten geht es jetzt in Richtung Dandy, und auch um die Frage, ob man auf der Bühne Anzug, Hemd oder doch noch diese alten T-Shirt trägt, in denen sie groß geworden sind. Ja, das klingt nach Lifestyle und vielleicht nach einem Hang zur Oberflächlichkeit. Doch zum Glück liegt man mit dieser Furcht vollkommen falsch, wenn man das neue Album der Arctic Monkeys hört: Es ist musikalisch so leichthändig und atmosphärisch so reif, dass man sich nicht mal sicher ist, ob es besser in den Sommer oder Winter passt.

Quelle: Label

2. Sophie Hunger: Molecules. Sie hat schon überall gewohnt (derzeit in Berlin) und alle Töne angeschlagen. Laut Pass ist Sophie Hunger Schweizerin, ausweislich ihrer Lieder ist sie Weltbürgerin, die bislang sogar auf diesen Titel hörte: Sie machte wirklich Weltmusik, wenn man dem Begriff ein wenig Punk beimengt. Nun setzt sie auf die Elektronik. Es flirrt und surrt, sie singt jetzt durchweg Englisch. Doch nie wird es beliebig, denn die Synthesizer tun, wofür sie mal geschaffen wurden: Sie mengen uns ein Kribbeln in den Bauch und setzen uns einen sehr schönen, intellektuell gesättigten Schwindel in den Kopf.

Quelle: Label

3. Cat Power: Wanderer. Cat Power galt als Frau, die aus der Krise Kapital schlägt. Bürgerlich heißt sie Chan Marshall, es gab Tage, da traute sie sich kaum auf die Bühne. Sie ist schüchtern. Neben Leslie Feist ist sie die Frau im Rock’n’Roll, die auch leise eine unüberhörbare Stimme hat. Während Feist immer mehr Lieder über die Krisen ihres Lebens schreibt, singt Cat Power auf dem neuen Album über ihr Leben in Dur. Ihr Leben bleibt rastlos, sie intoniert es weiterhin akustisch. Doch die Schönheit liegt hier nicht mehr hinter Schleiern.

Quelle: Label