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Lokales Prominente aus Brandenburg erinnern sich an ihre Schulzeit
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16:59 17.08.2018

Prominente aus Brandenburg erinnern sich an ihre Schulzeit

Wolfgang Joop, Modeschöpfer: „Ich bin 1950 eingeschult worden – in Potsdam-Bornstedt. Mit Lederhose und einer großen Zuckertüte, in der Geleefrüchte und Schoko-Bananen steckten – auf dem Bild bin ich mit meinen Großeltern zu sehen. Ich war sehr in die Religionslehrerin verknallt, die gegenüber wohnte. Plötzlich interessierte ich mich auch für Religion. Schon früh habe ich versucht, mich in der Schule anzupassen, wollte gefallen – doch passte schon damals nicht so recht dazu. Wie so viele begabte Kinder konnte ich mich schlecht auf Dinge konzentrieren, die mich nicht interessierten.“

Quelle: privat

Wolfgang Joop (73), Modeschöpfer: „Dabei hatte ich eine Beschaffungsintelligenz, konnte mich durchmogeln und fand stets jemanden, bei dem ich abschreiben konnte. So habe ich auch das Überleben gelernt mit meiner Andersartigkeit. Biologie hatte ich in der Schule gern und auch in Deutsch hatte ich stets eine 1, dort konnte ich mit meiner fantasievollen Sprache glänzen und mochte schöne Sätze sehr. Vom Internat in Bad Harzburg wäre ich in späteren Schuljahren fast geflogen: Dort zeichnete ich Pin-ups – auch um den anderen Schülern zu gefallen, solche Bildnisse waren ja begehrte Waren. Der Direktor war außer sich, meine Mutter jedoch blieb gelassen und lobte mein zeichnerisches Talent.“

Quelle: Jacqueline Schulz

Annalena Baerbock, Grünen-Bundesvorsitzende: „In die Grundschule bin ich total gern gegangen. Sie war bei uns im Dorf und auf dem Rückweg bin ich oft gemeinsam mit meiner Schwester und den Cousinen noch ewig geschlendert. Später war mir der Schulweg ein absoluter Graus, weil ich ewig mit dem Bus fahren musste. Gerade auf dem Rückweg brauchten wir manchmal zwei Stunden, weil wir den Bus verpassten, für den wir nach dem Schulklingeln nur drei Minuten Zeit hatten. Also rannten wir los – und jedes Mal, wenn wir ihn doch verpassten, sagten meine Freundin und ich uns: Es müsste so ein Gerät geben, dass einem vorher anzeigt, ob der Bus pünktlich ist oder nicht, damit wir wissen, ob es sich lohnt, zu rennen.“

Quelle: Privat