Menü
Anmelden
Lokales Filmgeschichte aus dem Kiez
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:01 28.03.2019

Filmgeschichte aus dem Kiez

1-3 8 Bilder

In den Anfangsjahren der Studios war der Tonfilm noch nicht erfunden. Stattdessen wurden Stummfilme gedreht, darunter „Nosferatu“ (1922) von Friedrich W. Murnau mit – ja, wirklich –Max Schreck in der Hauptrolle. Der Film gilt als einer der ersten Horrorstreifen überhaupt und als einer der wichtigsten Filme der Weimarer Republik. Weil das Werk eine nicht autorisierte Verfilmung des Gruselklassikers „Dracula“ ist, sollte er 1925 vernichtet werden, doch mehrere Versionen überlebten und sind bis heute verfügbar. Gruselig auch: Regisseur Murnau liegt in Stahnsdorf begraben. Sein Grab wurde mehrmals geschändet, 2015 stahlen Diebe den Kopf der Leiche. Er ist bis heute verschwunden.

Quelle: Archiv

Marlene Dietrich war als halbseidene Sängerin „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ und erlebte in „Der Blaue Engel“ (1930) ihren Durchbruch zum Superstar. Regisseur Josef von Sternberg verfilmte hier den Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann, ihm gelang einer der wenigen Welterfolge des deutschen Tonfilms. Danach drehte der österreichisch-amerikanische Regisseur noch sechs weitere Filme mit der Dietrich. Von der zeitgenössischen Presse wurde das Werk wegen der Unterschiede zum Buch verrissen. Die männliche Hauptrolle spielte Emil Jannings, der 1929 den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten hatte. Er ist bis heute der einzige Deutsche mit dieser Auszeichnung.

Quelle: Deutsche Kinemathek

In der NS-Zeit entstanden in Babelsberg zahlreiche Propagandafilmde, darunter mit „Der ewige Jude“ ​(1940) auch der wohl aggressivste seiner Art. Er sollte die Deutschen auf die so genannte Endlösung der Judenfrage einstimmen – erstmals wurden Juden als niedrigstehendes, kulturloses Volk präsentiert. Der Film erhielt die Prädikate „künstlerisch wertvoll“ und „staatspolitisch wertvoll“, war aber kein kommerzieller Erfolg.

Quelle: Archiv
1-3 8 Bilder