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Lokales Willkommen in der Kyritzer Nachbarschaft!
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14:59 14.03.2020

Willkommen in der Kyritzer Nachbarschaft!

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Erst vor wenigen Wochen und nach Abitur am Pritzwalker Gymnasium ist aus der Schülerin die Auszubildende Jasmin Mahler geworden. In der Gemeindeverwaltung Wusterhausen will sie Verwaltungsfachangestellte werden. Sie habe auf ihre Bewerbungen mehrere Zusagen bekommen und sich nach reiflicher Überlegung für die Dossestadt entschieden, sagt die 19-Jährige - und es nicht bereut. Dort herrsche ein "angenehmes Arbeitsklima".  Und was ihr wichtig ist: "Ich komme viel mit Menschen zusammen". Jasmin Mahler durchläuft wie der zweite neue Azubi Florian Bachmann alle Abteilungen im Rathaus und lernt auch die Arbeit der Gemeindevertreter in den Fachausschüssen kennen. Dabei wird es zwar meistens spät für den Heimweg nach Pritzwalk, aber das muss ja nicht so bleiben. Jasmin Mahler kann sich vorstellen, im nächsten Jahr nach Wusterhausen zu ziehen. mann

Quelle: Wolfgang Hörmann

Dagmar Scholz ist seit sieben Jahren Wusterhausenerin. Ihre vier Kinder sind längst aus dem Haus. In ihrer neuen Heimat fühlt sie sich pudelwohl: „Am meisten schätze ich die gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe, denn so etwas gibt es in einer Großstadt nicht.“ Die 62-Jährige spricht da aus Erfahrung, denn sie ist in Berlin zur Welt gekommen und dort auch aufgewachsen. Im VEB Knäcke-Werk machte sie eine Ausbildung. In der Bäckerbranche blieb sie auch nach ihrer Lehre tätig. Doch weil sie eine Allergie entwickelte, musste sie sich beruflich neu orientieren. Fortan machte sie nach einer Umschulung einen Bürojob. Irgendwann aber wollte sie raus aus der Großstadt und sie zog nach Wusterhausen. Nur mit Arbeitsgelegenheiten sieht es auf dem flachen Lande nicht so gut aus. „Das Leben hier ist trotzdem schöner“, sagt Dagmar Scholz zufrieden.

Quelle: André Reichel

Gerlinde Schulz ist in Barenthin zur Welt gekommen. Im Jahr 1948 zogen ihre Eltern jedoch nach Demerthin um, wo sie eine Landwirtschaft übernahmen. Da war sie sechs Jahre alt. Bis zur sechsten Klasse konnte Gerlinde Schulz in ihrem neuen Heimatort die Dorfschule besuchen. Danach musste sie nach Kyritz zur Goethe-Schule. Gerade volljährig geworden, lernte sie einen Mann kennen. Bald darauf, im Jahr 1960 gingen beide nach West-Berlin. Dort arbeitete sie als Medizinisch-Technische Assistentin. 1989, unmittelbar nach dem Mauerfall, kauften sie sich einen Bungalow in Wusterhausen. „Es zog mich irgendwie doch in die alte Heimat zurück“, sagt Gerlinde Schulz. Zu ihrem Bungalow in die Dossestadt fährt Gerlinde Schulz jedes Jahr und verbringt dort in ihrem Idyll die Sommermonate. Ganz weg aus Berlin will sie nicht: „Ich bin froh, auch mal dort das Leben und die viele Kultur zu genießen.“ 

Quelle: André Reichel
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