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Lokales Willkommen in der Kyritzer Nachbarschaft!
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14:59 14.03.2020

Willkommen in der Kyritzer Nachbarschaft!

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Wilfried Lucke ist gebürtiger Kyritzer. Zur Schule ging er in die Goethe-Schule. Anschließend machte er eine Ausbildung bei Malermeister Willi Heyden. Seiner Heimatstadt ist der 65-Jährige immer treu geblieben, wie auch seinem Beruf. Jedoch machte er sich 1989 unmittelbar vor der politischen Wende selbstständig. Aus gesundheitlichen Gründen musste Wilfried Lucke vorzeitig in den Ruhestand gehen. Sein Sohn übernahm 2011 die Firma. In der Freizeit beschäftigte er sich schon seit vielen Jahrzehnten mit Ziervögeln. Seit nunmehr 20 Jahren ist der Kyritzer sogar als Kassenwart des Vereins "Vogelfreunde Kyritz an der Knatter" ganz vorn mit dabei und organisiert die Vereinsfahrten. Seit er Rentner ist und mehr Zeit hat, machte Wilfried Lucke aus seinem Zuhause einen wahren Vogelpark.  

Quelle: André Reichel

Der 81-jährige Wilhelm Hoffmann ist zwar gebürtiger Brandenburger, doch der Landesteil, in dem sein Geburtsort steht, gehört seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr zu Deutschland, sondern zu Polen. Als er sechs Jahre alt war, floh seine Familie gen Westen. Die Flucht endete in Neustadt an der Dosse. Eine neue Heimat fand die Flüchtlingsfamilie schließlich in Rübehorst. Dort und in Großderschau drückte er die Schulbank. Nach der Schulzeit arbeitete er noch eine Zeit lang in der kleinen Landwirtschaft, die sich sein Vater aufgebaut hatte. Doch mit 19 ging er zur Bereitschaftspolizei nach Potsdam und später für gut 15 Jahre zur Polizei in Rathenow. Lange Zeit war er danach auch bei der Zwischengenossenschaftlichen Bauorganisation (ZBO) im Büro tätig. Bald nach der Wende war dort Schluss. Nach einer ABM ging er mit 62 in Rente. Seit nunmehr 21 Jahren ist Wilhelm Hoffmann beim Kolonistenhof in Großderschau ehrenamtlich aktiv. Seither führt der rüstige Senior das Besenbinderhandwerk vor, das er einst von seinem Vater gelernt hat.

Quelle: André Reichel

Die Potsdamerin Ursula Nitsche frischte dieser Tage alte Erinnerungen auf, als sie den Verkehrslandeplatz bei Kyritz besuchte. Die 80-Jährige hatte sich in den Zug gesetzt, um über Berlin und Neustadt nach Heinrichsfelde zu gelangen. Hier übergab sie dem Agrarflugmuseum Schriftstücke für die Dauerausstellung. Beim Aufräumen hatte die Besucherin diese Unterlagen ihres verstorbenen Mannes Manfred gefunden, die mit der Interflug der DDR zusammenhängen. Manfred Nitsche war bis 1997 als Dispatcher beim staatlichen Luftfahrtunternehmen tätig. In dieser Funktion weilte er mehrfach in Heinrichsfelde, ein- oder zweimal auch in Begleitung seiner Frau. Der Bereich Agrarflug gehörte zur Interflug. Das Mitbringsel wird den musealen Bestand bereichern.

Quelle: Wolfgang Hörmann
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