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Brandenburg/Havel Lebendiger Adventskalender in der Altstadt geht in die 12. Runde
Lokales Brandenburg/Havel Lebendiger Adventskalender in der Altstadt geht in die 12. Runde
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15:43 27.11.2019
Nardin Maul (l.) und Sabine Vinzelberg (r.) sind zwei der drei Organisatorinnen des lebendigen Adventskalenders. Anja Grothe (m.) vom Heimatmuseum richtet in diesem Jahr das 6. Türchen aus. Quelle: jast
Brandenburg/H

Was haben das Stadtmuseum, die Cafébar am Brückenhäuschen und die Galerie Sonnensegel gemeinsam? Sie sind drei von 24 Gastgebern beim 12. Adventskalender der Altstadt in diesem Dezember.

Privatpersonen, Vereine, Institutionen öffnen an diesen Tagen im Advent ihre Türen, um kleine und große Kinder zu erfreuen und zu bewirten. „Das Ganze hat sich entwickelt aus der Idee, die Menschen in der Altstadt miteinander bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen. Und alles fernab vom sonst herrschenden Kommerz“, sagt Mit-Organisatorin Sabine Vinzelberg. Sie ist seit dem ersten Tag dabei. „Es geht ums Schenken und Beschenktwerden, alles erfolgt freiwillig, ohne Zwang und ohne Bezahlung. Die Gastgeber machen möglich, was sie gerade können.“

Anfangs haben die Organisatorinnen – mit dabei sind noch Nardin Maul und Sandra Damaschke – noch steuernd eingreifen müssen, damit nicht jeden Tag die Weihnachtsgeschichte erzählt wird, doch inzwischen sind die Gastgeber sehr viel kreativer geworden: Basteleien, Musik, Theater, Schattentheater, Geschichten, Taschenlampenführungen – das Spektrum ist groß geworden.

Das Plätzchenbacken im Inspektorenhaus beispielsweise endet regelmäßig wie im Weihnachtsbäckerei-Lied in der großen Sauerei, doch ist es ein Riesenspaß. Und es lebt vom Mitmachen.

„Inzwischen ist es gar kein Problem mehr, genügend Mitstreiter zu finden“, sagt Nardin Maul, kompliziert sei nur das Hin- und Herschieben der einzelnen Daten. „Eine Frau hat mir mal erzählt, sie macht so lange mit, bis die heutigen Kinder mal mit ihren Kindern kommen.“ Das mache Mut, wenn die Arbeit gerade mal wieder zu viel wird.

Zwei Hundertjährige unter sich im Heimatmuseum. Quelle: jast

Erstmals dabei ist das Heimatmuseum der Stadt, hier sind die Organisatorinnen offene Türen eingerannt. „Ich finde das eine spannende Idee, deshalb habe ich spontan Ja gesagt. Wir werden hier eine ganz besondere Geschichte erzählen“, sagt Museumsleiterin Anja Grothe, sie will aber gar nichts weiter verraten. Dann zeigt sie noch zwei hölzerne Weihnachtsmänner aus ihrem Fundus. Einem fehlen schon Nase und Füße, doch sind die beiden Kerle schon ziemlich betagt, stammen aus der Zeit irgendwann zwischen 1890 und 1920.

Das Ritual ist an jedem Tag das gleiche: Um 18 Uhr beginnt es mit einem Glockenläuten, dann kommt ein Ansagetext, den die meisten Kinder bereits auswendig können, bevor das eigentliche Programm beginnt. Das dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Danach gibt es noch Süßkram, Plätzchen beispielsweise. Diesmal soll sogar ein Gastgeber eine Zuckerwatte-Maschine aufgetrieben haben.

Und neben den Gastgebern sind auch noch die Unterstützer ganz wichtig: Der Sozialverband Deutschland, die Druckerei Pohl, das Büro Blütezeit Design und die Dekra engagieren sich stark.

Das tägliche Programm für den Adventskalender mit den jeweiligen Gastgebern ist bei Facebook zu finden unter www.facebook.com/AdventskalenderBrandenburg.

Von André Wirsing

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