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Brandenburg/Havel 125 Jahre im Dienst der Musik und der Freude
Lokales Brandenburg/Havel 125 Jahre im Dienst der Musik und der Freude
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16:07 16.06.2019
Im Rolandsaal des Rathauses gab der Musik- und Gesangverein „Harmonie 1894" ein Jubiläumskonzert zum 125. Bestehen des Vereins. Quelle: Foto: Heiko Hesse
Brandenburg/H

„Wir haben was zu feiern“ begrüßte der musikalische Leiter der „Harmonie“, Andreas Lang am Samstagnachmittag die Zuhörer im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses zu einem kurzweiligen Festkonzert.

Seit 125 Jahren gibt es den Verein schon. Die Komposition „Wir laden uns gern Gäste ein“ von Johann Strauß Sohn, mit der Chor und Orchester das Publikum begrüßten, war Programm. Mit sieben Zitherspielern fing es im Juni 1894 an. Sie gründeten den „Brandenburger Zitherklub Harmonie“. Der junge Verein erhielt stetigen Zulauf.

m Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses in Brandenburg an der Havel gab der Musik- und Gesangverein „Harmonie 1894“ am 15. Juni 2019 ein Jubiläumskonzert. Anlass war das 125-jährige Bestehen des Vereins. Die Leitung hatte Andreas Lang.

m Jahr 1898 wurde die Gesangsabteilung gegründet. Alsbald gehörten vierzig Sänger dem Verein an, und der Klub änderte seinen Namen in „Zither- und Gesangsverein Harmonie“, berichtete Andreas Lang. Musikalischer Leiter war seit 1897 Emil Bammer, der den Verein bis 1951 in dieser Funktion begleitet hat. Seinem unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass es nach dem II. Weltkrieg 1947 einen Neuanfang gab. Bammer starb 1952.

Konzert mit Geschenken und Überraschungen

Im Laufe des Jubiläumskonzerts gab es einige Überraschungen. Gleich zu Beginn schwenkte Monika Oldenburg-Sponholz aus dem Publikum eine Tüte mit der Aufschrift „Happy Birthday“. Auf dem Weg nach vorn zur Bühne intonierte sie den Song „Money, Money, Money“, bewegte dazu rhythmisch ihre Hüften und übergab das Präsent dem überraschten Dirigenten Lang.

Stargast der Veranstaltung war Waltraud Lehmann, Zitherspielerin aus Berlin. Denn obwohl der Verein seine Gründung einst sieben Zitherspielern verdankt hat, ist dieses Instrument nicht mehr im Vereins-Orchester vertreten. Bis heute erhalten sind die Mandolinen, deren Abteilung 1920 in der „Harmonie“ gegründet wurde.

Gemeinsam mit dem Orchester erinnerte Waltraud Lehmann an die Tradition des Zitherspiels mit dem beliebten Stück „Der dritte Mann“ von Anton Karas. Anschließend spielte sie noch einige Solostücke, unter anderem „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ von Robert Stolz und einen echten bayerischen Schuhplattler.

Nie waren es mehr als im Jahr 1921

1921 verzeichnete die „Harmonie“ einen Höchststand an Mitgliedern: Fünfzig Sänger, fünfzig Zitherspieler und 50 Mandolinenspieler. Davon ist die Harmonie heutzutage weit entfernt. 18 Sangeskünstler begeisterten im Rolandsaal.

Ein Ohrenschmaus war ihre Interpretation des Songs „Halleluja“ von Kobi Oshrat.

Als Gratulanten fanden sich der Wusterwitzer Frauenchor und der Wusterwitzer Männerchor „Liedertafel“ ein, die jeweils der Harmonie ein Ständchen brachten. Seit Winfried Schieber – er war von 1977-2014 Dirigent bei der „Harmonie“ - zwischenzeitlich alle drei Chöre geleitet hatte, bestehen enge Beziehungen zwischen den Chören.

Bereits 2014 beim großen Festkonzert zum 120-jährigen Jubiläum der „Harmonie“ , mit dem sich Winfried Schieber als Dirigent verabschiedete, waren die beiden Wusterwitzer Chöre dabei. Seitdem leitet Andreas Lang Chor und Orchester.

„Das ist die Berliner Luft“ - mit dem Gassenhauer von Paul Lincke verabschiedeten sich die Chöre, das Harmonie-Orchester und die Zitherspielerin Waltraud Lehmann in einem großen Finale von ihrem begeisterten Publikum im Rolandsaal.

Von Ann Brünink

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