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Brandenburg/Havel Ein Licht fällt auf den Dom
Lokales Brandenburg/Havel Ein Licht fällt auf den Dom
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18:24 03.05.2015
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Brandenburg/Havel
Vor 850 Jahren wurde der Grundstein für den Brandenburger Dom St. Peter und Paul gelegt. Das Jubiläum wurde unter dem Motto „Beständig neu“ gefeiert. Mehr als 400 Gäste haben den Gottesdienst im bedeutendsten Gotteshaus Brandenburgs besucht, unter anderem der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier.

Sanierungen in den vergangenen Jahren

Klänge, die das Herz der Gäste berührten. Quelle: Steiner

Schnittstelle von Staat und Kirche

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In den nächsten Jubiläumsmonaten wird unter anderem mit der sehenswerten Sonderausstellung der großen Geschichte des Baus gedacht, für den die Mönche des Prämonstratenser-Ordens einst den Grundstein legten. Aber auch die Schattenseiten sollen bei den Jubiläumsveranstaltungen nicht unterschlagen werden. Schließlich war der Dom besonders in den Anfängen nicht nur ein Ort der Glaubensverkündigung, sondern ebenso ein Instrument weltlicher Machtpolitik. "Er stand an der Schnittstelle von Staat und Kirche", skizzierte Außenminister Steinmeier das Spannungsverhältnis, in dem sich die "Wiege der Mark" lange befand. Im Revolutionsjahr 1848 zog sogar kurzzeitig die Politik ganz real in den Dom ein, als die Preußische Nationalversammlung Berlin verlassen musste.

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke und Bundesaußenminister Steinmeier im Brandenburger Dom zum Jubiläums-Gottesdienst. Quelle: dpa

Der Dom als Keimzelle Brandenburgs

Ministerpräsident Woidke betonte in seiner Rede die Keimzellenfunktion des Doms. "Ohne den Dom würde es das Land Brandenburg so nicht geben." Auch heute noch habe der Dom "eine herausragenden kirchliche und gesellschaftliche Stellung". Oberbürgermeisterin Tiemann war die letzte im Reigen der Gratulanten. Nach der Buga-Eröffnung ist dies nun schon das zweite Großereignis, das die Stadt bundesweit in die Medien bringt. Kein Wunder, dass Tiemann beim anschließenden Rundgang durch die Sonderausstellung sichtlich zufrieden wirkte. Auch Steinmeier strahlte, schließlich bedeutet eine freudige Dom-Geburtstagsfeier sicher auch einmal eine willkommene Abwechslung von den üblichen Krisentreffen, Krisengipfeln und Krisenherden. Am Nachmittag saß der Turbo-Außenminister dann schon wieder im Flieger nach Ägypten.

Nach dem Gottesdienst gab es noch einen Empfang im sonnendurchfluteten Innenhof. Hier konnten sich die Domschüler, die bei der Organisation des Gottesdienstes tatkräftig mitgeholfen hatten, jede Menge Gratulationen für ihre Leistung abholen.

Von Ildiko Röd

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