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Brandenburg/Havel Hoffen auf Hauptgewinn: A-capella-Chor „6 Richtige“ will zum Papst
Lokales Brandenburg/Havel Hoffen auf Hauptgewinn: A-capella-Chor „6 Richtige“ will zum Papst
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17:31 24.10.2018
Die Brandenburger A-capella-Gruppe „6 Richtige“ um Benjamin Kahleyss (unten 1. v.l.) steht in der Endauswahl des Chorwettbewerbs. Quelle: Foto: privat
Brandenburg/Havel

Die Chance den Papst zu treffen ist real. Das musste auch Benjamin Kahleyss vom A-capella-Chor „6 Richtige“ erst einmal begreifen. Erst 2017 hatten die Musiker aus Brandenburg ihr erstes Konzert gegeben – und schon jetzt stehen sie als einer von 46 Finalisten in der Endauswahl des deutschen Chorgipfels 2018.

Der Wettbewerb des Klassikradios will den „besten Chor Deutschlands“ küren und verspricht dem Sieger eine ganz besondere Ehrung. Derjenige Chor, der bis zum 4. November die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, darf zum Papst. Das Klassikradio verspricht als Hauptpreis nicht nur eine Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche sondern zusätzlich noch die eigene musikalische Gestaltung einer Messe im Petersdom in Rom. Fast nebenbei darf der Sieger zusätzlich noch eine professionell produzierte CD aufnehmen, die unter der Marke des Klassikradios vertrieben wird.

Eine aufregende Vision

Für Benjamin Kahleyss ist das eine aufregende Vision. „Das wäre schon krass“, sagt Kahleyss, der eigentlich als Oboist bei den Brandenburger Symphonikern arbeitet. Denn eigentlich hatte die Gruppe gar nicht geplant sich zu bewerben. Erst als eine Bekannte die Gruppe nach ihrem Auftritt beim Kleinkunstfestival Anfang Oktober auf den Wettbewerb aufmerksam machte, reichte Kahleyss eine Audioaufnahme beim Klassikradio ein. Kurz vor Schluss der Abgabefrist, aber mit Erfolg. Vor wenigen Tagen landete dann eine Glückwunschmail im Postfach von Benjamin Kahleyss. Aus mehr als 200 Chören, stehen die Brandenburger tatsächlich im Finale.

„Wenn wir jetzt wirklich gewinnen sollten, müssten wir uns für die Messe erst einmal ein paar kirchliche Stücke draufschaffen“, sagt er. Auch eine CD-Produktion wäre ein großer Schritt für das Sextett. „So eine Produktion in einem guten Studio kostet richtig viel Geld. Da ist man schnell bei 10.000 Euro“, sagt Kahleyss.

Der Weg zum möglichen Gewinn ist noch weit

Doch bis dahin ist der Weg noch weit. Denn der A-capella-Chor hat einen entscheidenden Nachteil im Finale des Wettbewerbs. Sie sind nur zu sechst. Ihre Kontrahenten dagegen haben teilweise 150, 160 Mitglieder – und dementsprechend mehr Freunde und Bekannte, die zur Stimmabgabe animiert werden können. Denn abstimmen kann jeder, der Interesse hat – online auf der Seite des Klassikradios.

„Wir müssen mühselig um jede einzelne Stimme werben“, sagt Kahleyss. DIe vergangenen Tage hat er Mails und Chat-Nachrichten mit seinem Handy an Bekannte und Freunde geschrieben – um möglichst viele Stimmen zu sammeln. Doch für den ersten Platz reicht das bisher noch lange nicht. „Unsere einzige Chance ist, dass Brandenburg an der Havel jetzt zu uns steht und sagt: Wir schicken die Mädels und Jungs nach Rom, damit der Papst hören kann, wie fröhlich man in Brandenburg singt.“

Abgestimmt werden kann unter klassikradio.de/deutscher-chorgipfel-2018. Benötigt wird eine Email-Adresse und ein willkürlicher Benutzername. Die Abstimmung dauert rund fünf Minuten.

Von Ansgar Nehls

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