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Brandenburg/Havel 7,4 Prozent mehr Lohn für Pflegende
Lokales Brandenburg/Havel 7,4 Prozent mehr Lohn für Pflegende
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14:01 09.04.2015
Mehr Lohn gibt es für die Beschäftigten am Städtischen Klinikum. Quelle: J. Steiner

Bert Stresow, Personalleiter der Klinik, bestätigte am Donnerstagmittag die Einigung bei der Tarifvertragsverhandlung: "Es hat eine Einigung gegeben, ein entsprechender Vorschlag von der Klinik-Geschäftsführerin Gabriele Wolter wurde unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung von der Gewerkschaft angenommen.“

Klinikumgeschäftsführerin Gabriele Wolter sagte in einer Erklärung: „Für dieses Ergebnis hätte es eines Warnstreiks am 1. April nicht bedurft." Er hätte die Belegschaft entzweit. In den nächsten Wochen müsse nun berechnet werden, „wie wir die erheblichen Mittel der Tariflohnerhöhung aufbringen können." Verdi-Verhandlungsführer Roland Tremper sagte der MAZ: „Wir sind zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Ich glaube, es wird den Mitarbeitern gut tun.“ Verdi habe dem Kompromiss zugestimmt, so Tremper. Bis zum 30. April laufe noch eine formale Frist, „aber das Ergebnis wird sein, dass Verdi das Angebot annimmt“.

Durchbruch um 20 Uhr

Von Mittwoch, 14 Uhr, bis in den Abend hinein tagten die Verhandlungsparteien. Um 20 Uhr kam es zu dem Durchbruch. Pflegedirektor Lutz Pelchen kündigte am Donnerstag an, jetzt die Stations- und Abteilungsleitungen über diese Einigung zu informieren. „Noch muss dieser Vorschlag von der Gewerkschaft abgesegnet werden“, so Pelchen. „7,4 Prozent mehr Lohn- und Gehalt sind ein Segen für die Mitarbeiter, deren Arbeit dadurch Wertschätzung erfährt. Zugleich aber muss das Klinikum diesen Anstieg aber auch finanziell stemmen. Daher sind meine Gefühle dazu ambivalent“, sagte Pelchen in einer ersten Stellungnahme.

Stresow zufolge werden im Ergebnis die bisherigen tarifvertraglichen Regelungen weiter fortgesetzt. Ab 1. Juli erhöht sich das Tabellenentgelt aber um fünf Prozent, mindestens jedoch um 90 Euro, sowie ab 1. Juli 2016 nochmals um 2,4 %. Der Mindestaufstockungsbetrag von 90 Euro kommt den unteren Entgeltgruppen, insbesondere den Servicekräften Pflege zugute, da deren Tabellenentgelt durch den Mindesterhöhungsbetrag um mehr als fünf Prozent ansteigt.

Erholungsbeihilfe von 125 Euro

Darüber hinaus haben die Beschäftigten mit der Vergütung für Juni 2015 und Juni 2016 jeweils Anspruch auf eine Erholungsbeihilfe von 125 Euro. „Die Arbeitgeberin ist mit dem Angebot an die Grenze des wirtschaftlich Darstellbaren gegangen“, betont Bert Stresow. Das Klinikum müsse die durch die Einigung ausgelösten Lohnaufwendungen "durch konsequente betriebswirtschaftliche Unternehmensausrichtung und Erlössteigerungen" kompensieren.

Ziel sei jedoch die leistungs- und anforderungsgerechte Vergütung als Wertschätzung des Unternehmens gegenüber allen Beschäftigten. „Das rechtfertigt die doch ganz erhebliche Vergütungssteigerung inklusive der Erholungsbeihilfe um insgesamt mehr als 7,4 % bei einer Laufzeit von nur 24 Monaten“, sagte Stresow der MAZ.

Die Gewerkschaft Verdi und das Städtische Klinikum Brandenburg verhandeln seit Wochen über einen neuen Haustarifvertrag für das nichtärztliche Personal. Begleitet wurde dieser Streit auch von einem Warnstreik, an dem sich etwa 40 Mitarbeiter beteiligt hatten.

Von Marion von Imhoff

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