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Brandenburg/Havel Virtuose Flötistin: Sommerliches Sinfoniekonzert mit Gaststar Wally Hase
Lokales Brandenburg/Havel Virtuose Flötistin: Sommerliches Sinfoniekonzert mit Gaststar Wally Hase
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16:47 26.05.2019
Zum 8. Sinfoniekonzert der Brandenburger Symphoniker unter Leitung von Peter Gülke und dem Motto „Klang der Freude“ mit Werken von Antonin Dvorak, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelsohn Bartholdy war Flötistin Wally Hase zu Gast. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Das Finale der Sinfoniekonzerte-Saison sollte sich entspannt gestalten, keine tiefschürfenden Probleme gewälzt, sondern die Vorfreude auf erholsame Sommertage ins Spiel gebracht werden. Die Brandenburger Symphoniker und ihr Chefdirigent Peter Gülke haben daher am Wochenende im Theater ein Programm gestaltet, dass sich ganz und gar auf die Schönheit der Musik konzentrierte.

Antonin Dvoraks Serenade in E-Dur op. 22 für Streicher aus der Reifezeit des Meisters wurde 1875 publiziert, wurde zu Beginn des Konzerts musiziert. Obwohl sie mit hinreißend melodiösen Einfälle versehen ist, hat die Serenade doch erhebliche Längen und neigt hin und wieder zur Müdigkeit. Vielleicht lag es auch daran, dass Gülke einen weiten Bogen über das Werk spannen wollte. Dadurch verfiel es immer wieder in eine gewisse Gemächlichkeit und Trägheit.

Peter Gülke und die Brandenburger Symphoniker während des 8. Sinfoniekonzertes „Klang der Freude“. Quelle: Rüdiger Böhme

Mehr in Schwung kamen Peter Gülke und die Symphoniker bei Wolfgang Amadeus Mozarts Flötenkonzert in G-Dur KV 313. Da wurde nicht nur mit Frische, sondern auch mit feiner Eleganz musiziert.

Professur in Wien und Weimar

Mit der in Wien und im Weimar lehrenden Flötistin Wally Hase konnte eine Musikerin für den Abend gewonnen werden, die mit Leichtfüßigkeit und warmem Flötenton das spielerisch-majestätische Konzert spielte. Mozart hat, obwohl er sich dem Instrument Flöte selten annahm, ob aus Abneigung gegenüber dem Flötenklang oder wegen fehlender guter Interpreten, zwei wunderbare und zugleich virtuose Flötenkonzerte geschrieben und die spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments zur damaligen Zeit enorm ausgelotet.

Flötistin Wally Hase bezauberte das Publikum. Quelle: Rüdiger Böhme

Wally Hase zeigte ihre große Empfindsamkeit im sensiblen Umgang mit ihrem Instrument, auf welches das Orchester empfänglich reagierte. Dies wurde auch daran deutlich, dass die Flöte bei noch fülliger Orchesterbegleitung immer durchsetzungsfähig blieb. Die Zuhörerinnen und Zuhörer feierten Wally Hase mit herzlichem Beifall für eine beeindruckende Mozart-Wiedergabe.

Den markanten Schlusspunkt setzten die Brandenburger Symphoniker und ihr Chefdirigent mit Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur, der sogenannten „Italienischen“. Ein Werk, dass die Italien-Begeisterung Mendelssohns und seiner Zeitgenossen fast hymnisch preist.

Virtuose Spielkultur

Peter Gülke zielte bei seiner Wiedergabe des bekannten Werkes vor allem auf die melodische Qualität der Musik und hielt das Orchester zu einer durchweg klangschönen Wiedergabe an. Dabei wurden vor allem die unterschiedlichen Charaktere in den beiden Mittelsätzen sehr differenziert gezeichnet, auch die Tempi kamen nie forciert daher. Auch diesmal wieder – wie der abschließende „Saltare- Satz oder die Durchführung des Kopfsatzes bewiesen – bewunderte man die teilweise virtuose Spielkultur der Musikerinnen und Musiker.

Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit stürmischem Applaus für die freudvoll-sommerlichen Klänge. Nun sind die Besucherinnen und Besucher auf die neue Konzertsaison gespannt. Doch müssen sie sich in Brandenburg traditionell gedulden, ehe man ihnen verrät, welche Werke wenigstens im ersten Konzert der Spielzeit 2019/20 zu hören sein werden.

Von Klaus Büstrin

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