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Brandenburg/Havel Der singende Kantor
Lokales Brandenburg/Havel Der singende Kantor
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17:38 08.01.2019
Marcell Fladerer-Armbrecht ist Domkantor, Chorleiter und Sänger. Quelle: privat
Brandenburg/H

Gute Bedingungen für eine kleine feine Kammermusik-Reihe: Tolle Akustik, ein restaurierter Bechstein-Flügel und angenehme Raumtemperatur. In der Aula der Ritterakademie am Dom gibt es ab Sonntag die 62. Auflage der Brandenburger Abendmusiken zu hören.

Wie klingen bekannte Orgelwerke von Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach oder César Franck, wenn sie von Virtuosen auf dem Saxophon gespielt werden? Die Antwort darauf geben die Künstler des Quartetts Saxophonquadrat bereits an diesem Sonntag, 13. Januar, ab 17 Uhr. „Das Quartett ist ja schon einigen bekannt von Krypta- und Kreuzgangkonzerten in den Sommermusiken meines Vorgängers Matthias Passauer“, sagt Domkantor Marcell Fladerer-Armbrecht. „Es ist nicht allein die Qualität des Spiels, die mich gereizt hat, sondern auch die Literatur. Auch für mich ist es spannend, bekannte Stücke auf einem ganz anderen Instrument zu hören.“

Noch „exotischer“ wird es beim Auftritt von Musica Tre Fontane am 27. Januar, wenn drei Frauen unter dem Titel „Lob der Schöpfung“ Werke von Hildegard von Bingen, Henry Purcell, Bach, Marc-Antoine Charpentier und anderen auf der Blockflöte zu Gehör bringen.

Um die Themen Flucht und Vertreibung, Solidarität und Mitmenschlichkeit geht es im dritten Konzert „Gemeinsam – Kantate für alle, die in Not sind“ am 10. Februar. Da gibt es eine sehr moderne Komposition von Hans Werner Hagen nach Gedichten von Rose Ausländer, Else Lasker-Schüler, Georg Trakl und Paul Celan. Komponiert wurde das Stück 2016 für das Berliner Frauen-Vokalensemble. Die Leitung hat Lothar Knappe, er unterrichtet unter anderem Orgel an der Universität Potsdam und leitet die Musik an der Berliner Sankt-Matthäus-Gemeinde.

Ein Wiedersehen gibt es für den Domkantor am 24. Februar mit Akiko Dehnert. Die Pianistin lernte am Musikgymnasium und an der City University of Arts in Kyoto, bevor sie nach Deutschland kam. Beim Studium an der Musikhochschule Detmold lebte sie mit Fladerer-Armbrecht in einer Wohngemeinschaft, „ich habe damals schon gestaunt, wie viel sie täglich probte“. Sie bestreitet am 24. Februar ihr Solokonzert am Bechstein-Flügel mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Maurice Ravel, Johannes Brahms und Frederic Chopin.

Am 10. März schließlich zum Abschluss gibt es „Hausmusik“: Unter dem Titel „Herr, auf dich traue ich“ ist geistliche und weltliche Chormusik aus Renaissance und Barock zu hören. Das Ensemble voces Berlin ist ein aus Kirchenmusikern bestehender Vokalkreis, der in unterschiedlichen Formationen dennoch stilsichere Interpretationen abliefert. Den Part des Tenors hat Marcell Fladerer-Armbrecht selbst übernommen. „Vor ein paar Jahren noch hatte ich große Hemmungen, etwas Eigenes zu machen. Gotthardt-Kantor Ernst Damus hat mich dazu ausdrücklich ermuntert“. Schließlich seien auch die Aufgaben des Domkantors vielfältig: Neben dem Spielen der Wagner-Orgel gehören das Anleiten von Chören, das Ausbilden anderer Musiker und nicht zuletzt das Vorsingen vor der Gemeinde zum Repertoire.

Von André Wirsing

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