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Brandenburg/Havel Das größte Lob zum Schluss
Lokales Brandenburg/Havel Das größte Lob zum Schluss
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15:32 27.01.2019
Drei Generationen von Leitern der Medizinischen Schule des städtischen Klinikums: Karin Kassette (rechts, 1995-2004), Helmut Schliesing (bis 2018), Bianca Düring (seit 2019). Quelle: foto: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Großes Lob von einem der Amtsnachfolger im Rathaus. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) wählte ein Bonmot des US-amerikanischen Sängers und Schauspielers Danny Kaye: „Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.“ Helmut Schliesing (SPD) habe tatsächlich Großes geleistet, sich im Gegensatz zu vielen anderen am 21. Mai 1990 zum Rathauschef wählen lassen. „Sie haben sich der doppelten Herausforderung gestellt, den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Wandel zu begleiten und eine kommunale Selbstverwaltung aufzubauen.“ Und der aktuelle Rathauschef zitiert auch sinngemäß Schliesing selbst, der bis 2002 die Geschicke der Stadt geleitet und immer betont habe, es komme nicht darauf an, wie viele Kilometer eine Biene am Tag geflogen ist, sondern wie viel Honig sie am Abend nach Hause gebracht hat. „Sie haben viel Honig gesammelt mit dem Ausbau der Regattastrecke, dem Aufbau der Fachhochschule, von TGZ und ÜAZ, von Marienbad, Feuerwache und Theaterneubau sowie dem ersten Abschnitt des Klinikums.“ Dessen Geschäftsführerin wagte einen persönlichen Rückblick, erzählte, wie sie Schließing als OB und als Chef der Medizinischen Schule von 2004 bis 2018 erlebte. Und sie verriet am Ende von Schliesings beruflicher Karriere noch Geheimnisse: So habe jeder zwar gewusst, dass der Nun-Ruheständler in Tierpsychologie promoviert habe. Hingegen wussten nur wenige, dass es dabei um Konkurrenzverhalten von zwei Gattungen an Fadenwürmern in Laboren ging, zwischen 0,3 und 3 Millimetern groß und vorwiegend in der Natur auf Kuhfladen, Aas oder verschmutzten Bierdeckeln lebend.

Am Freitag wurde Helmut Schliesing, der zu Jahresbeginn sein Amt als Leiter der Medizinischen Schule niederlegte und in den Ruhestand ging, feierlich verabschiedet. Gleichzeitig wurde seine Nachfolgerin Bianca Düring als neue Schulleiterin an diesem Abend offiziell vorgestellt.

Der Geehrte und Gelobte konzentrierte sich in seinen Worten beim offiziellen Abschied im Rolandsaal darauf, sein Team der Medizinischen Schule zu loben mit Bianca Düring und Sabine Pekrul an der Spitze, „die beinahe familiäre Atmosphäre“ im gesamten Team. Dabei leistete er sich den einzigen Seitenhieb auf seine frühere Tätigkeit: „Im Gegensatz zur Politik war das Klima hier deutlich kollegialer“.

Etwa 60 Menschen waren gekommen, um den Pensionär zu feiern, darunter auch Ex-OB Dietlind Tiemann (CDU) und Sebastian Paul von der Landesaufsichtsbehörde für die Krankenhäuser. Scheller verabschiedete Schliesing mit Augenzwinkern: „Sage sie niemals nie, es sind auch schon andere immer wieder gekommen. Klaus Deschner ist dafür das richtige Beispiel.“

Von André Wirsing

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