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Brandenburg/Havel Aktion gegen Eltern-Taxi vor der Sprengelschule in Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel

Aktion gegen Eltern-Taxi vor der Sprengelschule in Brandenburg

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12:32 10.08.2020
Jeden Morgen das gleiche Bild. Die Autos der Eltern, die ihre Kinder zur Sprengelschule bringen, behindern sich gegenseitig und vor allem die Kinder auf ihrem Schulweg (Archivbild vom Oktober 2018). Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Eltern, Elternvertreter und Lehrer der Konrad-Sprengel-Grundschule gehen am Mittwoch, 12. August, auf die Straße – und zwar auf die Zufahrt vor der Schultür. Sie wollen, dass diese letzten Meter zur Schule für Autos gesperrt werden. Hierbei gebe es vor allem mit Eltern Probleme, die ihre Kinder bis vor die Schulpforte fahren.

„Vor unserer Schule führt der Bring- und Holverkehr immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Vor allem für die Kinder, die zu Fuß kommen oder mit dem Rad zur Schule fahren“, teilt Schulelternsprecher Thomas Hettwer am Montag in einer Pressemitteilung mit.

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Letzte Meter autofrei halten

Und: „Wir als Eltern, Elternvertreter und Lehrer wollen ein Zeichen setzen und am Mittwoch zwischen 7 und 7.30 Uhr auf der Zufahrt zur Schule demonstrieren und somit die letzten Meter zur Schule autofrei halten und auf die Situation aufmerksam machen.“

Das sogenannte Eltern-Taxi sorgt an der Grundschule im Stadtteil Nord seit Jahren für Ärger. Nicht ungefährlich ist es, wenn einige „Eltern-Taxis“ auf dem Platz vor der Schule wenden – eine Fläche, über die eben auch die Kinder laufen müssen, wenn sie ins Schulhaus wollen.

Kein Eltern-Taxi vor der Pforte

Es werde nicht einfach sein, alle Eltern davon zu überzeugen, weiß Hettwer. „Mein Ziel ist es aber, dass mindestens einen Tag der ersten Schulwoche kein Elterntaxi auf den letzten Metern zur Schule zu sehen ist und wir vielleicht in Zukunft eine Schulstraße bekommen, bei der die Straße zu bestimmten Zeiten für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist.“

Hettwer führt in seinem Schreiben nicht nur die Sicherheit für die Kinder ins Feld. „Für unsere Kinder hat es viele Vorteile, den Schulweg zu Fuß, mit Roller oder Fahrrad zurückzulegen“, sagt er. Bewegung sei für die Entwicklung unserer Kinder unverzichtbar. „Wenn unsere Kinder zu Fuß gehen, sind sie wacher, aufmerksamer und können sich besser konzentrieren.“

Was Kindern helfen kann

Und: „Kinder, die ihren Schulweg selbstständig zurücklegen, können sich besser orientieren und erleben ihre Umwelt bewusster. Wenn Kinder viel mit dem Auto unterwegs sind, fällt es ihnen schwerer Orte miteinander in räumliche Beziehung zu setzen.“

Von MAZ