Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Algenalarm in Brandenburger Badesee
Lokales Brandenburg/Havel Algenalarm in Brandenburger Badesee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:45 18.06.2019
   Quelle: MAZ
Anzeige
Mittelmark

 Die Wasserqualität des Kloster- und des Nahmitzer Sees ist derzeit nicht hervorragend. Wie es seitens des Fachdienstes Gesundheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark heißt, betrug die Sichttiefe häufig weniger als einen Meter. „Hiermit verbunden war ein vermehrtes Algenwachstum“, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Und weiter: „Das Baden ist zurzeit in allen 27 Badegewässern des Landkreises möglich. Jedoch sollten Badende auch selber ein Augenmerk auf sichtbare Veränderungen wie etwa Ansammlungen von Algen legen.“

Gute Bewertungen erhielten die Badestellen in Brandenburg an der Havel. Das geht aus der Übersicht der ausgewiesenen Badestellen hervor, die das Landesministerium für Verbraucherschutz ins Netz gestellt hat. Untersucht wurden unter anderem das Wendseeufer in Plaue, die Malge, Massowburg und die Arke am Möserschen See (weitere Badestellen siehe Infokasten).

Diese Seen sind untersucht

In Brandenburg an der Havel wurden untersucht: Massowburg am Beetzsee, die Malge am Breitlingsee, Badestelle am Grillendamm, die Arke am Möserschen See, den Plauer See am Camping und Ferienpark, das Wendseeufer in Plaue.

Rund um Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind folgende Badestellen kontrolliert: in Butzow am Campingplatz, in Päwesin-Bollmannsruh, Gortz, Deetz Badeloch am Voigt’schen Park, Ketzür, Collpinsee Kloster Lehnin, ehemaliger Campingplatz, Emstaler Schlauch, Erdeloch am Sportplatz in Roskow, Gohlitzsee in Rädel und Lehnin, Görnsee in Grebs, die Havel bei Tiekow, Kützkow Campingplatz, Hochenferchesar Campingplatz, Klostersee am Campingplatz Seeblick und Strandbad, Netzener See, Reckahner Autobahnsee, Riewendsee in Riewend, Wusterwitzer See (www.potsdam-mittelmark.de/landkreis-verwaltung/aktuelles-termine/Badesaison2015)

Faustregel: Im knietiefen Wasser sollte der Badende noch seine Füße sehen, andernfalls besser nicht baden wegen zu hoher Algenkonzentration. Das rät das Gesundheitsamt der Stadtverwaltung Brandenburg.

Geprüfte EU-Badestellen: www.badestellen.brandenburg.de

Die Gesundheitsämter im Land beproben alle vier Wochen insgesamt 251 Seen. Das heißt nicht alles Seen unterliegen dieser Kontrolle, unabhängig ob sich dort eine Badestelle etabliert hat oder nicht. In Potsdam-Mittelmark werden 42 Badestellen an 27 Gewässern mikro-biologisch beprobt. Bei Ansammlungen von Algen, zu erkennen an einer Färbung und Trübung des Wassers mit damit verbundener geringer Sichttiefe drohen Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreizungen. Warnhinweise machen darauf aufmerksam. Die Qualität eines Badesees kann sich aber binnen weniger Tage ändern. Alexander Kitterer, Sprecher des brandenburgischen Verbraucherschutzministeriums, nennt das einen dynamischen Prozess.

„Eine starke grünliche Trübung des Badewassers und eine zeitweilige Schlierenbildung können durch giftige Blaualgen verursacht werden“, warnt das Gesundheitsamt in Bad Belzig. Besonders Kinder könnten dann nach Schlucken des Wassers an Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen und weiteren allergischen Reaktionen erkranken. „Betroffene sollten dann zum Arbeit aussuchen und die Erkrankung dem Fachdienst Gesundheit in der Dienststelle Brandenburg mitteilen“, so die Behörde. „Die Situation der Algenbelastung ist witterungsabhängig und kann sich durchaus kurzfristig verbessern oder verschlechtern.“

Von Marion von Imhoff

Brandenburg/Havel Megastau bis kurz vor Mitternacht - Mann stirbt bei Lkw-Crash auf A2
07.08.2015
07.08.2015
Brandenburg/Havel Schutz für Bürgerpark Marienberg nach der Buga - Ein Geschenk, das man nicht einfach aufgibt
06.08.2015