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Brandenburg/Havel Alkohol-Fahrer im Visier der Polizei
Lokales Brandenburg/Havel Alkohol-Fahrer im Visier der Polizei
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16:31 21.04.2015
So sieht kein sicherer Tiertransport aus: Die Polizei entdeckte in einem Lkw diese Küken frei unter der Ladung herumlaufend. Quelle: Polizei
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Brandenburg an der Havel

Für das Gebiet rund um die Städte Brandenburg und Bad Belzig vermeldete der hiesige Inspektionsleiter Mathias Tänzer eine um fünf Prozent gesunkene Zahl an Verkehrsunfällen. Die Unfallstatistik für 2014 weist 4905 Unfälle auf, 2013 waren es 5164.

Entgegen dem Trend im westlichen Landesteil sank in und rund um Brandenburg und Bad Belzig auch die Zahl der Verletzten (667 Menschen) und getöteten Verkehrsteilnehmer. Sechs Menschen kamen 2014 auf den knapp 750 Kilometern Straße, für die die Polizeiinspektion Brandenburg zuständig ist, ums Leben. Im Vorjahr waren es laut Statistik 15 gewesen. Tänzer führt den Rückgang an Verletzten und Toten auch auf den milden Winter zurück.

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82-mal war Alkohol am Steuer die Ursache für einen Verkehrsunfall, 34 Menschen wurden aus diesem Grund bei Unfällen verletzt. „Wir werden nicht nachlassen zu kontrollieren, wo fahrende Trinker unterwegs sind“, kommentierte Inspektionschef Tänzer den Anstieg der Alkoholunfälle.

Insgesamt fällt seine Bilanz des Verkehrsjahres 2014 in der hiesigen Region rund um Bad Belzig und Brandenburg einigermaßen positiv aus. Was die klassischen Unfallursachen angeht, verzeichnete die Inspektion 2014 überall leichte Rückgänge der Unfallzahlen: 19 Prozent weniger Raserunfälle, fünf Prozent weniger Vorfahrtsunfälle, 20 Prozent weniger Unfälle wegen zu geringen Abstands, 13 Prozent weniger Wildunfälle und 30 Prozent weniger „Baumunfälle“.

Tänzer zeigte sich zwar erleichtert, dass 2014 deutlich weniger Fußgänger verglichen mit 2013 im Verkehr verunglückten. Ihre Zahl sank von 80 auf 58. Doch im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Fahrradunfälle von 228 auf 251. Ein Radfahrer aus Groß Kreutz/Havel starb auf der B1 bei Gollwitz.

In rund 39 Prozent der Unfälle machte die Polizei die Radfahrer als Verursacher aus, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Radler meistens als schwächere Verkehrsteilnehmer die Opfer von Autofahrern werden, die nicht achtsam genug unterwegs sind.

Ähnliches gilt für Kinder im Verkehr. Nur in einem Viertel der Fälle, in denen Kinder bis 13 Jahren bei Unfällen verletzt wurden, hatten diese sich falsch verhalten. Die meisten Unfallverursacher sind unter den Autofahrern auszumachen. An gut 3600 der 4900 Unfällen traf sie 2014 die Schuld. Knapp 250-mal verursachten Lkw-Fahrer rund um Brandenburg/Bad Belzig Unfälle, 60-mal Moped- oder Motorradfahrer.

Bei der Vorstellung der Statistik zeigte Gerald Seelinger, der Chef der Verkehrspolizei in der Polizeidirektion West, Bilder von schweren Unfällen, aber auch von klaren Fahr- und Verhaltensfehlern. Besonders wies er auf ungesicherte Lkw-Transporte hin – von umher geisternden Kücken in einer Lkw-Ladung bis zu wackeliger Fracht.

Von Jürgen Lauterbach

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