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Brandenburg/Havel Als Fontane den Brandenburger Dom besuchte
Lokales Brandenburg/Havel Als Fontane den Brandenburger Dom besuchte
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16:14 19.05.2019
Der Lehniner Altar. der heute im Hochchor des Brandenburger Domes steht, ist 1518 vom Lehniner Abt Valentin in Auftrag gegeben worden – hier auf einer Ansichtskarte um 1930. Quelle: Sammlung Hesse
Brandenburg/H

Von wegen, Theodor Fontane hat Brandenburg an der Havel nur umwandert. In seinen berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ gab er der Havelstadt sehr wohl einen Platz, wenn auch einen bescheidenen. Im Band „Havelland“ von 1873 beschreibt Fontane präzise den berühmten Lehniner Altar.

Das sakrale Kunstwerk ist zwar im Jahre 1518 vom Lehniner Zisterzienser-Abt Valentin in Auftrag gegeben worden und hat einige Zeit auch in der Klosterkirche gestanden. Doch mit der Auflösung des Kloster 1542 sind die verbliebenen Schätze aus Lehnin fortgebracht worden. Den Flügelaltar kam im Jahre 1552 über einen Umweg nach Brandenburg an der Havel – in den Dom.

Im Hochchor des Domes steht das Schmuckstück mit der Gottesmutter in der Mitte immer noch. Dort hat ihn Theodor Fontane denn auch bewundert, wie man sich in der Forschung heute sicher ist. Seit rund acht Jahren erschließen Fachleute 67 Notizbücher mit insgesamt 10 000 Seiten, die der Schriftsteller hinterlassen hat.

Der Lehniner Altar mit Maria, dem Kind, Petrus (links) und Paulus im Hochchor des Doms. Quelle: Heiko Hesse

Eine Skizze des Lehniner Altars belegt aus Sicht der Experten, dass Theodor Fontane tatsächlich in Brandenburg an der Havel gewesen sein muss. Die Skizze mit handschriftlichen Ergänzungen hatte der Autor offenbar als Erinnerungsstütze angefertigt.

Im Havelland-Band widmet Fontane dem Lehniner Kloster ein Kapitel. Darin heißt es: „Dieser Altarschrein, der jetzt eine Zierde und Sehenswürdigkeit des schönes Brandenburger Domes bildet, hat eine Höhe von etwa neun Fuß bei ca. zwölf Fuß Breite.“

Die figürlichen Darstellungen von Maria, Petrus und Paulus nennt Fontane „mehr derb charakteristisch als schön“. Aber: „Der hohe Kunstwert des Schreins besteht lediglich in der Schönheit der Malereien, die sich auf beiden Flügeln befinden.“ Ein Schmuckstück ist der Altar auf jeden Fall.

Von Heiko Hesse

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