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Brandenburg/Havel Amt Ziesar: Erste Hilfe auf dem Rücken
Lokales Brandenburg/Havel Amt Ziesar: Erste Hilfe auf dem Rücken
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15:14 19.01.2017
Jugendwarte und Kinderbetreuer aus dem Amt Ziesar nahmen in Rottstock zwölf Notfallrucksäcke für ihre Wehren in Empfang. Quelle: Frank Bürstenbinder
Rottstock

Sie sind feuerwehrrot, wasserabweisend, haben Außentaschen mit schwarzen Reißverschlüssen, eingenähte Reflexstreifen und lassen sich am besten auf dem Rücken tragen. Zwölf Notfallrucksäcke im Gesamtwert von über 2000 Euro sind am Mittwoch an die Jugendwarte und Kinderbetreuer der Freiwilligen Feuerwehren im Amt Ziesar übergeben worden. „Hoffen wir, dass sie so wenig wie möglich gebraucht werden – am besten gar nicht“, sagte Amtsjugendwartin Rosita Herzog bei der Einweisung in das Erste-Hilfe-Gepäck, das ab sofort bei der Ausbildung und bei Wettkämpfen des Nachwuchses dabei ist.

Zu den ersten Ausbildern, die sich mit dem Inhalt der Rucksäcke beschäftigten, gehörten unter anderem Pauline Bab, Jugendwartin aus Köpernitz, und der Görzker Nachwuchsbetreuer Ralf Riedel. Verbandsmaterial und Dreiecktuch gehören ebenso zur Grundausstattung wie Mundschutz, Augenspüllösung, Beatmungsbeutel, Tubus, Thermometer, Handschuhe, Blutdruckmanschette und Kühlkompresse.

Amtsbrandmeister Andy Laube erklärt den Inhalt des Notfallrucksacks. Quelle: Frank Bürstenbinder

Teil für Teil erklärte Amtswehrführer Andy Laube den Empfängern der Anschaffung, die der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit Fördermitteln für den Brandschutznachwuchs erst möglich machte. Die Eigenmittel steuerte das Amt Ziesar bei. Laube empfahl den Feuerwehrleuten die Verlastung der Notfallrucksäcke auf den Einsatzfahrzeugen, um diese auch bei Alarmierungen dabei zu haben. „Im Ernstfall sollen die Neuanschaffungen allen Menschen in Not zugute kommen“, so Laube. Gleichzeitig appellierte Ziesars oberster Feuerwehrmann an die Kameraden ihre persönlichen Erste-Hilfe-Kenntnisse zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. „Die Menschen, auf die wir im Einsatz treffen, haben hohe Erwartungen an uns“, so Laube. Aus- und Weiterbildung sei daher eine ständige Herausforderung an alle Feuerwehrleute.

Ralf Riedel und Pauline Bab studieren den Inhalt des Notfallrucksacks. Quelle: Frank Bürstenbinder

Bei den Feuerwehren im Amt Ziesar werden derzeit rund 140 Kinder und Jugendliche ausgebildet. Bis auf Boecke gibt es noch in allen Orten aktive Brandschutztruppen. Sowohl auf Amtsebene als auch beim Kreisfeuerwehrtag trat der Nachwuchs bei Wettkämpfen an. „Für diesen Einsatz gilt allen Ausbildern und Teilnehmern ein großes Dankeschön“, lobte Amtsjugendwartin Herzog die Kinder- und Jugendgruppen. Vom Landkreis waren im vergangenen Jahr der Wenzlower Jugendwart Kevin Kujat und Pauline Bab aus Köpernitz für ihre ehrenamtliche Arbeit mit der Ehrenamtscard ausgezeichnet worden. Zum Aufbau einer Wettkampfbahn für die 5-mal-80-Meter-Staffel der Jugend hat das Amt Ziesar für 2017 neue Fördermittel beantragt, über die aber noch nicht entschieden ist.

Das Amt Ziesar als Träger des Brandschutzes wird Ende Januar seinen Haushalt für 2017 verabschieden. Neben der Thomas-Müntzer-Schule sind die Feuerwehren ein wichtiger Ausgabeposten. Eingestellt im Etatentwurf sind die Eigenmittel für ein neues Tanklöschfahrzeug, dass für den Standort Ziesar bestimmt ist. „Allerdings ist die Anschaffung von Fördergeldern abhängig“, sagte Amtswehrführer Laube der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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