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Brandenburg/Havel Amt hofft auf mehr Zuzug – und Fördermittel
Lokales Brandenburg/Havel Amt hofft auf mehr Zuzug – und Fördermittel
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00:19 20.01.2018
Wusterwitz aus der Luft. Quelle: Dirk Fröhlich
Amt Wusterwitz

Das Jahr 2018 im Amt Wusterwitz wird von wichtigen Bauvorhaben geprägt sein. Das kündigte Amtsdirektorin Ramona Mayer in einem MAZ-Gespräch am Dienstag an. Wesentlich ist dabei die energetische Sanierung der Wusterwitzer Grundschule für geplant 550 000 Euro. Auf 410 000 Euro EU-Fördergelder aus dem Leader-Projekt hofft das Amt.

„Allein hat die Gemeinde Wusterwitz keine Chance, die umfangreiche Modernisierung zu stemmen“, so Ramona Mayer. „Ich hoffe im März auf die Fördermittelzusage. Dann werden wir ausschreiben.“ Für die Zusage sehe es gut aus, sagt dazu Heiko Bansen von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel. Die komplette Heizungsanlage samt Rohrleitungen soll in den Sommerferien erneuert werden, um den Schulbetrieb nicht zu stören.

Die Wusterwitzer Amtsdirektorin Ramona Mayer. Quelle: JACQUELINE STEINER

200 Heizkörper gilt es auszuwechseln. Durch die Investition sollen die jährlich 45 000 Euro Gaskosten für die Schule um die Hälfte gedrückt werden. Ebenfalls noch 2018 sollen die beiden Außentreppen erneuert werden, wieder mit Hilfe von Fördermitteln. „Das werden wir jetzt mit der Gemeindevertretung abstimmen.“

Auch ein neuer Farbanstrich ist in den nächsten Jahren geplant

Nächster mittelfristiger Sanierungsschritt wäre die Erneuerung von Wasser- und Abwasserleitungen an dem Standort. Binnen drei Jahren soll der schmucklos graue Schulanbau zudem einen neuen Farbanstrich erhalten. Schon jetzt liegen rund 40 Anmeldungen für die Einschulung im Sommer vor. Das reicht aus für zwei neue erste Klassen, eine Dreizügigkeit sei auch zukünftig nicht zu erwarten, so Ramona Mayer. 266 Jungen und Mädchen besuchen die Schule. 247 Kinder waren es im Jahr zuvor.

Die Wusterwitzer Wilhelm-Götze-Grundschule soll in diesem Jahr energetisch saniert werden. Quelle: Dirk Fröhlich

Als weitere Bauprojekte nannte die Amtsdirektorin die geplante Halle für zwei Feuerwehreinsatz-Fahrzeuge in Rogäsen für 350 000 Euro. Gebaut werden soll die Halle hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, dessen Sanitäreinrichtungen im Keller die ehrenamtlichen Brandschützer dann mit benutzen.

Im Abwasserbereich sollen vier 20 Jahre alte Pumpwerke in Bensdorf und Wusterwitz für je fast 60 000 Euro 2018 erneuert werden. Gesamtkosten: fast 240 000 Euro. Für den Brandschutz und die Ausstattung der sechs Wehren investiert das Amt Wusterwitz über 30 000 Euro in diesem Jahr für Dienstschutzbekleidung, Handscheinwerfer und Gasmessgeräte unter anderem.

In der Gemeinde Bensdorf wird 2018 ein neuer Spielplatz im Ortsteil Woltersdorf entstehen in einem Stichweg der Wusterwitzer Straße. In Rosenau soll für rund 50 000 Euro ein Niederschlagsrückhaltebecken gebaut. Dafür seien noch Grundstücksflächen anzukaufen, sagte Ramona Mayer.

Straßensanierung ab Herbst 2018

In Wusterwitz steht ein Straßenausbau an: Im Herbst wird die noch ausstehende Sanierung eines 300 Meter langen Abschnitts der Karl-Liebknecht-Straße ab Ecke August-Bebel-Straße beginnen. Für den Sommer plant die Verwaltung für die 21 Haushalte eine Infoveranstaltung zu den Anliegerbeiträgen. Erneuert werden Gehwege, Beleuchtung und Fahrbahn. Ebenfalls soll noch möglichst im April ein Spielplatz in der August-Bebel-Straße ifür 55 000 Euro mit Hilfe des Kreisentwicklungsbudget ausgerüstet werden. Eine wichtige Investition für eine familienfreundliche Gemeinde, sagt Mayer.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung gibt es nur verhaltene Aussichten. Eine größere Unternehmensansiedlung sei nicht in Aussicht, obwohl der Kreis auch das Mischgebiet in Woltersdorf beworben habe. „Wir haben hier vor allem kleine Gewerke. Wir sind dankbar für die landwirtschaftlichen Betriebe hier“, so Mayer.

Für den Amtsbereich hofft Mayer auf weiteres Bevölkerungswachstum, besonders durch Familien, die zuziehen. Derzeit leben in Wusterwitz 3150 Männer, Frauen und Kinder und im Amtsbereich 5200 Menschen.

Von Marion von Imhoff

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