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Brandenburg/Havel Anekdoten und Geschichten: Und einer rutscht mit der Computermaus aus
Lokales Brandenburg/Havel

Anekdoten und Geschichten: Und einer rutscht mit der Computermaus aus

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11:39 22.08.2020
Clara Walter. Quelle: B. Rougk
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Brandenburg/H

Lange hat er ausharren müssen. Doch nun kommt auch der letzte Waldmops frei. Er soll am Durchgang zum Burghof am Dom ausgewildert werden. Seit etwa zwei Jahren steht das arme Kerlchen noch im Keller von seiner Erfinderin Clara Walter. Erst mussten die Bauarbeiten am neuen Hotel Brandenburger Dom abgeschlossen sein, direkt neben der ehemaligen Kurie liegt besagter Durchgang.

Über Luxusprobleme klagt derzeit der oberste Tourismusvermarkter der Stadt, Thomas Krüger: Er muss sich nämlich beschimpfen lassen von einigen Gästen. „Erst lockt ihr uns hierher und dann habt ihr noch nicht einmal ein Zimmer für uns!“ Tatsächlich gab es jetzt einige Tage, an denen in der ganzen Stadt keine freie Unterkunft mehr zu vermitteln war. „Wir mussten Gäste tatsächlich ins Havelland und nach Mittelmark umleiten und dorthin Übernachtungen vermitteln.“

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Getraut hat sich der Kloster-Lehniner SPD-Landtagsabgeordnete Udo Wernitz. Er hat nämlich seine Lebensgefährtin Anja geheiratet. Allerdings schon im vorigen Herbst. Am Donnerstag hat er das Ereignis unter dem Stichwort „Heirat“ noch einmal bei Facebook gepostet und mehr als 30 Glückwunsch-Kommentare eingesammelt. Dabei war das ein Versehen, Wernitz wollte nur seinen Status bei Facebook ändern und hat sich mit der Maus verdrückt.

Udo Wernitz Quelle: Marion von Imhoff

Lieb gewonnen hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Havelstadt: Er war bereits in der vergangenen Woche zu Gast, bei der Edis, bei der MAZ und im Dom-Restaurant Remise, wo er sich im Gästebuch für die kurze schöne Pause bedankte. An diesem Sonnabend schleppt er seine ganze Landesregierung hierher ins Paulikoster plus alle Landräte und Oberbürgermeister – allerdings zum Arbeitstreffen. Das erste persönliche seit März. Dazwischen gab es nur Video-Chats.

Da kann man schon mal durcheinander kommen: Bei der Hoteleröffnung sprach Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) den Domkurator Cord Georg Hasselmann aus Versehen als „Herr von Hasselmann“ an. Doch die Adeligen – die Familie von Alvensleben – waren da schon wieder abgereist, sie waren am Vortag da, um ein paar Familienschätze im Dom zu lassen. Ein Vorfahr, Busso X. von Alvensleben, war Anfang des 16. Jahrhunderts Domprobst in Brandenburg und ist sogar aus der Neustadt verjagt worden. Die Herrschaften kamen also nicht immer in ganz friedlicher Absicht her in die Havelstadt.

Kurator Dr. Cord-Georg Hasselmann Quelle: JACQUELINE STEINER

Von André Wirsing