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Brandenburg/Havel Apfel von hier heiß begehrt
Lokales Brandenburg/Havel Apfel von hier heiß begehrt
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16:54 16.09.2013
Brandenburg/h.

Die Idee zu einem Regionalmarkt hatte der Manager und wissenschaftliche Leiter des Archäologischen Landesmuseums Rainer Kossian. Der Innenhof des Pauliklosters erwies sich als ausgezeichnete Wahl und mit Wulf Holtmann und seiner Partnerin Undine Damus-Holtmann hat man sich ein starkes Management-Team an die Seite geholt. "Seit März planen wir diesen Markt", sagt Wulf Holtmann und ist selbst überrascht, als er die Besucherzahlen hört. Knapp 4500 Menschen sind am Wochenende an den Ständen der 65 Aussteller vorbeigeschlendert, haben sich informiert, gekostet, gekauft und natürlich auch einen Abstecher ins Landesmuseum gemacht. Das freute auch Museumsdirektor Franz Schopper, der sich zünftig mit Strohhut unters Volk mischte.

Ziel des in Zukunft einmal jährlich stattfindenden Regionalmarktes sei es, Produzenten und Verbraucher traditionell hergestellter und regionaltypischer Kost zusammenzubringen. "Das heißt aber nicht nur Bio-Produkte", sagt Holtmann. Es gehe um die Freude und den Genuss an Qualität. Der Erhalt vom Aussterben bedrohter Tierrassen und Pflanzensorten gehöre ebenfalls dazu.

Bäcker, Bierbrauer, Imker, Winzer, Fleischer, Fischer, Haustierzüchter und Vertreter verschiedener Verbände und Vereinigungen beantworteten Fragen, erläuterten ihre Produkte und die Herstellungsweise, verteilten Kostproben und fanden reißenden Absatz mit ihrer Ware. "Ja, der Hackepeter ist frisch und erst Donnerstag in die Gläser gekommen", erklärt Sepp Steinbrecher. Die junge Mutter, die gerade bei ihm einkauft, ist Stammkundin und kennt den Garlitzer vom Markt auf dem Katharinenkirchplatz. Ein Stück Kümmelkäse muss natürlich auch noch mit. Den stellt Steinbrecher aus Rohmilch in Handarbeit in seiner havelländischen Hofkäserei her. An diesem sonnigen Samstag ist er fast alle. Während bei Bäcker Röhe die Kekse duften und beim Plauer Fischer Lutz Schröder ein Fischbrötchen nach dem anderen über die Theke gereicht wird, stippen die Besucher bei Ölmüller Sebastian Wedow kleine Brotwürfel in das frisch gepresste Leinöl. Ja, er nehme Mandelöl für sein Gesicht, berichtet der Werderaner den kichernden Kundinnen, die das unbedingt selbst ausprobieren wollen.

Vor allem ziehen Jakobsschaf, Girgentanaziege, Esel und Emdener Gans das Interesse auf sich. Es wird gefachsimpelt, gestreichelt und fotografiert. In wissenschaftliche Gespräche wird man bei Hans-Georg Kosel verwickelt. Der Oranienburger ist Mitglied des Pomologenvereins und kämpft um die Erhaltung alter Obstsorten. Von Bestimmung über Baumschnittkurse bis hin zu Unternehmensberatung rund um den Obstbau ist er bundesweit aktiv. Altländer Pfannkuchen, verrät er, ist seine liebste Apfelsorte, wobei auch Grafensteiner das absolute Muss ist. Mariola Krzysztofik aus dem Nachbarland Polen hat ihre Obwarzanki mitgebracht. Gebäckkringel, die nach einem 500 Jahre alten Rezept gebacken werden.

Neu-Imkerin Amelie Brettschneider (9) kurbelt den Honigverkauf mit "Old Mc Donald hat 'ne Farm" auf ihrem Akkordeon an. Derweil sorgt der achtjährige Jung-Imker Tobias Ahlert mit seinem Robinienhonig für Umsatz. Er ist Herr zweier Völker mit insgesamt etwa 4000 Bienen.

Regionale Produkte sind beliebt, das ließ sich an den vielen Tüten erkennen, die aus dem Pauli-kloster getragen wurden, und dass ein Museum ein idealer Ort für einen Regionalmarkt ist, haben die Organisatoren bewiesen. Am Ende sind alle rundum zufrieden.

Von Ina Schidlowski

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