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Brandenburg/Havel Appell der Polizei: Grundschüler wieder im Straßenverkehr unterwegs
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Appell der Polizei: Grundschüler wieder im Straßenverkehr unterwegs

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13:56 18.02.2021
Vorsicht auf den Straßen: Für die Grundschüler startet der Unterricht wieder.
Vorsicht auf den Straßen: Für die Grundschüler startet der Unterricht wieder. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Die Aufregung steigt: für die Grundschüler in der Region endet der Lockdown. Am 22. Februar beginnt der Präsenzunterricht in den Schulen. Deshalb ruft die Polizeidirektion West alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, in den ersten Tagen mit besonderer Aufmerksamkeit unterwegs zu sein.

„Gerade die Kleinen haben sich nun viel zu erzählen und sind sicherlich auch aufgeregt, weil es endlich wieder losgeht. Sie könnten so im Straßenverkehr und auf dem Schulweg unaufmerksam und abgelenkt sein“, sagt Stefanie Wagner-Leppin, Sprecherin der Polizeidirektion West.

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Auch an die Eltern der Grundschüler geht der Appell, mit den Kindern vorsichtshalber noch einmal über die Sicherheit im Straßenverkehr zu sprechen. „Erklären Sie ihren Kindern, besonders den Erstklässlern, mit Geduld und Einfühlungsvermögen nochmals Gefahren, die im Straßenverkehr lauern können, ohne sie jedoch dabei zu verängstigen“, sagt die Polizeisprecherin.

Den Schulweg üben

Eine Übungsstunde zur Vorbereitung kann helfen. „Besprechen Sie nochmals den Schulweg und laufen Sie ihn ruhig gemeinsam erneut ab. So werden den Kindern wiederum reale Verkehrsbedingungen gezeigt und sie können wichtige Verhaltenshinweise wieder verinnerlichen“, sagt Wagner-Leppin. „Weisen Sie ihre Kinder darauf hin, nur an vorgeschriebenen Überwegen die Straße zu überqueren und sich stets zu vergewissern, dass der Weg frei ist. Hierbei gilt es auch zu beachten, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste ist.“

Tipps für den Straßenverkehr

Die Polizeidirektion West liefert den Eltern und Grundschülern wichtige Tipps, worauf in verschiedenen Situationen im Straßenverkehr besonders zu achten ist. „Wenn das Kind eine Straße überqueren muss, sollten es Blickkontakt zu den haltenden Fahrzeugführern suchen. So kann das Kind erkennen, ob der Fahrer es wirklich gesehen hat.“

Für mehr Sicherheit und Aufmerksamkeit sollten die Kinder zudem auf dem Weg zur Schule ihre Handys in der Tasche lassen. Durch das Schauen auf den Bildschirm sind sie schnell vom Verkehr abgelenkt und können Gefahren nicht rechtzeitig erkennen.

Mit dem Fahrrad zur Schule

Erstklässler sollten noch nicht alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren. „Hier empfiehlt es sich zu warten, bis sie ihr Rad sicher im Straßenverkehr beherrschen und damit den hohen Anforderungen gewachsen sind“, so Wagner-Leppin. Bei den älteren Schülern sollten Eltern noch einmal die Funktionstüchtigkeit der Beleuchtung und der Bremsen am Fahrrad überprüfen.

Für die bessere Sichtbarkeit, besonders in den Morgenstunden, helfen Reflektoren, die überall am Rad, an der Kleidung oder an mitgeführten Taschen angebracht werden können. Zudem verhelfen Jacken in auffälligen Warnfarben zu mehr Sichtbarkeit.

Nicht drängeln und schubsen

Wenn Kinder mit Bus oder Straßenbahn zu ihrer Grundschule unterwegs sind, sollten Eltern auch für diese Verkehrsmittel noch einmal die wichtigsten Verhaltenshinweise in Erinnerung rufen. Beim Einsteigen an der Haltestelle sollten die Kinder nicht drängeln oder schubsen und – bei aller Eile – vor allem nicht vor oder hinter einem stehenden Bus oder einer Straßenbahn über die Straße gehen.

Und wenn jetzt das Elterntaxi wieder zum Einsatz kommt, appelliert Stefanie Wagner-Leppin noch einmal besonders: „Sollten Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, vergessen Sie nie das Anschnallen, auch wenn der Weg noch so kurz ist.“

Von MAZ