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Brandenburg/Havel Gladiatoren in der Havelstadt
Lokales Brandenburg/Havel Gladiatoren in der Havelstadt
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18:05 24.08.2014
Quelle: V. Maloszyk
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Brandenburg an der Havel

Familie Schmidt aus Berlin ist begeistert von der Archäotechnica im Paulikloster. Tochter Carla (13) fand den Stand von Stefan Nitsche besonders interessant. Der Archäologe aus Bad Dürkheim an der Weinstraße kocht römische Speisen nach dem Kochbuch des Apicius. Da gab es eine Käse-Kräuter-Creme zu kosten oder eine leckere Olivenpaste. Oder schmackhafte Räucherwurst. Dazu natürlich Brot. Und viele Erklärungen. Das hat Dorothee Schmidt so beeindruckt.
„Es ist wirklich schön hier, weil man individuelle Erklärungen von Fachleuten über das Leben der Römer und Germanen bekommt.“ Johann (7) und seinem Papa Jens Schmidt haben die Gladiatorenkämpfe besonders gut gefallen.

Spannende Kämpfe gab es am Wochenende im Innenhof des Pauliklosters zu bestaunen. „Vita“ (Leben), schallt es aus vielerlei Kehlen über das Klostergelände. Nur vereinzelt lassen sich Morte-Rufe (Tod) vernehmen. Die Besucher der Archäotechnica sind human und plädieren mehrheitlich dafür, den unterlegenen Gladiator leben zu lassen.

Diese Kämpfe sind in der Tat spannend. „Vita“ (Leben), schallt es aus vielerlei Kehlen über das Klostergelände. Nur vereinzelt lassen sich Morte-Rufe (Tod) vernehmen. Die Besucher der Archäotechnica sind human und plädieren mehrheitlich dafür, den unterlegenen Gladiator leben zu lassen.
So bunt und beeindruckend die Rüstungen der Gladiatoren auch waren, ihre Kämpfe waren grausam und endeten häufig mit dem Tod. Trotzdem waren sie für die Römer ein beliebtes Spektakel. Die Kämpfer rekrutierten sie aus Sklaven und Kriegsgefangenen.

Mit wachsender Beliebtheit des Spektakels wurden auch Verbrecher in die Arena geschickt. Obwohl der Stand der Gladiatoren noch unter dem eines Sklaven angesiedelt war, meldeten sich auch immer mehr Adelige zum Gladiatorenkampf. Besonders geschickte Gladiatoren wurden berühmt. Sie überlebten als Unterlegene auch deshalb, weil sie spannende Kämpfe lieferten und ihre Fans für sie um Gnade baten.

Der Mann nennt sich Doktor Lucius. Medizinische Instrumente aus der Römerzeit waren Präzisionswerkzeuge, erklärt er den Zuhörern an seinem Stand. Beispielsweise griffen die Zähne der geriffelten Zungenbacken einer Wundzange, mit der man Fremdkörper aus dem Körper entfernen konnte, exakt ineinander. Auch „Kontrepans“ (Schädelbohrer) nutzten die Römer – offenbar mit Geschick. Denn etwa 70 Prozent der Patienten, denen man den Schädel geöffnet hatte, um beispielsweise eine Hirnschwellung zu entlasten, haben die Behandlung überlebt.
Pecunia non olet – Geld stinkt nicht. Das wussten schon die alten Römer. Das Verbreitungsgebiet ihrer Währung entsprach in etwa dem Territorium der heutigen EU, erläutert ein junger Mann in der Uniform eines römischen Soldaten. Was frühere Kulturen nicht schafften, ist den Römern gelungen. Sie etablierten im römischen Reich ein einheitliches Währungssystem, das gut 200 Jahre lang Bestand hatte. Ob das dem Euro auch gelingen wird?

Von Ann Brünink

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