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Brandenburg/Havel Neues Café: Junge Köchin will Gastronomie am Steintorturm eröffnen
Lokales Brandenburg/Havel Neues Café: Junge Köchin will Gastronomie am Steintorturm eröffnen
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07:03 04.12.2019
Tina Faßhauer eröffnet im Januar ihr Café im Ladengeschäft Steintorturm. Quelle: Tonia Willumat
Brandenburg/H

Tina Faßhauer hat schon lange einen ganz großen Traum. Und den erfüllt sie sich jetzt auf kleiner Fläche im Herzen von Brandenburg.

Die 31-Jährige hat vor Kurzem den Laden am Steintorturm angemietet, um dort im kommenden Jahr ein Café zu öffnen. „Ich habe Businesspläne von 2012 in meinem Schrank liegen“, erzählt Tina Faßhauer. „Nur bisher habe ich nie die richtige Location dafür gefunden.“

Faßhauer ist erst Anfang des Jahres nach Brandenburg gezogen. Sie kommt ursprünglich aus Magdeburg und lebte zuletzt in Potsdam. Vor einem halben Jahr hat sie sich als Privatköchin selbstständig gemacht.

Mit Gesundem durchstarten

Das Geschäft unter dem Steintorturm ist für Faßhauer ein Glücksfall. Sie liebt die großen Fenster und die zentrale Lage. „Ich bin hier ganz oft vorbei gejoggt und habe mich gefragt, warum da nichts drin ist“, berichtet die angehende Gastronomin. Dann –am 2. November –hat sie ein „Zu vermieten“-Schild im Fenster entdeckt und noch im Lauf zum Handy gegriffen.

„Woanders sind solche Läden sofort weg“, weiß Faßhauer. Hier allerdings hat die Lage bisher wenig Glück gebracht. In den vergangenen zehn Jahren nutzten Imbissbetreiber und mehrere Restaurants wie „Burger Now“ und „Burgermeister BRB“ die Gewerbefläche in der Steinstraße 38, doch Beständigkeit kehrte nie ein.

Faßhauer hofft, dass ihr Konzept aufgeht. Sie möchte in ihrem Café gesunde, leckere Snacks anbieten. Suppen, Salate, Paninis sollen auf der Speisekarte stehen, „aber nicht so, wie es sie jeden Tag gibt“, verrät die Köchin.

Wie bei Asterix & Obelix

Faßhauer ist schon lange in der Gastronomie tätig, hat Assistenz für Hotel-, Gastronomie- und Tourismusmanagement gelernt, ein Restaurant geleitet und Ernährungswissenschaften studiert. Zuletzt arbeitete sie fünf Jahre in einer Werbeagentur. „Ich bin gut im Kochen und im Marketing“, sagt die 31-Jährige.

Im Internet und auf Social-Media-Kanälen können Interessierte zur Zeit verfolgen, wie es im Geschäft vorangeht. Mit dazu gehören Anekdoten aus der Welt der Bürokratie. Neun Stunden sei sie an einem Dienstag durch die Behörden geeilt. „Ich habe mich gefühlt wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38“, schreibt die zukünftige Gastronomin. „Nur das es bei mir zum Veterinäramt ging, zur Straßenverkehrsbehörde, zum Bauamt, zum Infektionshygieneschutzgesetz, zum Gewerbeamt und zu guter Letzt zum Denkmalschutz.“

Dennoch habe sie die Vertreter der Stadt als sehr zugewandt erlebt: „Sie freuen sich, wenn dort was hinkommt, was schön ist.“ Denn Tina Faßhauer will auch die gesamte Schmuddelecke unter dem Torbogen in Schuss bringen. Dazu gehört es, die vielen Graffiti zu entfernen, mit Pflanzen oder Lichtern zu arbeiten. Im Sommer sollen Sitzgelegenheiten vor dem Eingang stehen.

Hygiene als letzte Hürde

Doch erst einmal ist das Innere der Räumlichkeiten dran. Gemeinsam mit ihrem Freund Alexios ist Faßhauer dabei, den Laden zu entkeimen, zu streichen und einzurichten. Schockmomente blieben dabei nicht aus. „Die Vornutzer haben Schlimmes hinterlassen“, berichtet die 31-Jährige. Mittlerweile –mit grüner Farbe an den Wänden und den ersten Bestellungen auf dem Zettel –ist sie aber frohen Mutes: „Ich sehe das alles schon vor mir und freue mich total drauf.“

Neben dem regulären Cafébetrieb will Faßhauer das Geschäft für Workshops außerhalb der Öffnungszeiten anbieten. Gruppen mit bis zu zwölf Personen könnten dann an einem großen Tisch in Ruhe ihre Themen bearbeiten, während Faßhauer sie verköstigt.

Bevor sie richtig durchstarten kann, gibt es am Mittwochmorgen noch einen wichtigen Termin zu bewältigen. „Dann kommt die Hygiene vorbei. Da hängt alles dran“, sagt Faßhauer. Wenn das Amt sein Okay gibt, werden weitere zehn Bestellungen ausgelöst, meint sie schmunzelnd.

Der Name steht schon fest

Dann stände der geplanten Eröffnung Anfang 2020 nichts mehr im Wege. Das Café soll den Namen „Wenn ich mal groß bin... bei Tina Faßhauer“ tragen. Das spielt auf ihre Visionen vom kleinen, aber super laufenden Café an. Bildhaft steht dafür zudem ihre erste junge Pflanze im Geschäft –die hoffentlich ebenfalls gut gedeihen wird.

„Wenn ich mal groß bin...“ soll zunächst Dienstag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr, sowie Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Von Antje Preuschoff

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