Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Baustellen auf A 2, A 9 und A 10: Betonkrebs kostet Steuerzahler Millionen
Lokales Brandenburg/Havel Baustellen auf A 2, A 9 und A 10: Betonkrebs kostet Steuerzahler Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 02.08.2019
Die Bauarbeiten auf der A 2 bei Lehnin wird vom Betonkrebs befreit. Quelle: Landesbetrieb Straßenwesen
Mittelmark

 Die Autobahnen in Potsdam-Mittelmark und das Dreieck Werder werden bis Ende 2020 für 21,3 Millionen Euro saniert. Das teilt der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mit. Die Millioneninvestitionen sind vor allem wegen des sogenannten Betonkrebses nötig.

Auf der Autobahn 2 wird nach Angaben von Behördensprecherin Cornelia Mitschka im kommenden Jahr die Betondecke im Bereich der Anschlussstelle Netzen in Fahrtrichtung Berlin erneuert. Derzeit gilt derzeit anstatt 130 Stundenkilometern Tempo 80. Mit der Geschwindigkeitsbegrenzung will der Landesbetrieb verhindern, dass lose Betonteile von der Fahrbahn hochgeschleudert werden, was zu gefährlichen Situationen führen könnte.

Betonkrebs lässt Fahrbahn zerbröseln

Bald beendet sein sollen auf der A 2 die Arbeiten auf einem rund zweieinhalb Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Wollin in Fahrtrichtung Magdeburg. „Diese Arbeiten sollen spätestens Mitte August abgeschlossen sein“, so Cornelia Mitschka. Allein diesen Streckenabschnitt zu sanieren, kostet den Steuerzahler 3,6 Millionen Euro.

>>Lesen Sie auch: 213 Bauvorhaben bis 2023 – Diese drei Männer regeln den Potsdamer Verkehr

Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion, auch Betonkrebs genannt, lässt die Fahrbahn zerbröseln. Seit Jahren werden daher in ganz Brandenburg und auch in anderen Bundesländern die betroffenen Autobahnen Kilometer für Kilometer erneuert. Wann die Arbeiten auf dem brandenburgischen Abschnitt der Autobahn 2 abgeschlossen sein werden, ist noch offen: „Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden; das hängt vom Schadensfortschritt ab“, so die Sprecherin des Landesbetriebes. Asphaltdecken müssen im Normalfall nur alle zwölf bis 15 Jahre eine neue Decke erhalten.

12 Millionen Euro für A 9

12 Millionen Euro verschlingen die Bauarbeiten auf dem Brandenburger Abschnitt der Autobahn 9. Bis Ende Oktober noch wird zwischen den Anschlussstellen Brück/Linthe und Beelitz in Richtung Berlin eine rund fünf Kilometer lange Strecke von Betonkrebs befreit. „Die Arbeiten liegen im Zeitplan“, sagt Mitschka.

Auf der Gegenspur in Richtung München sanieren Baufirmen seit dem 15. Juli die Betondecke auf fünf Kilometern. Betroffen ist das Teilstück zwischen der Rastanlage Fläming und der Abfahrt Niemegk. Bis Ende September müssen die Auto- und Lastwagenfahrer dort noch mit Behinderungen zurechtkommen.

Dreieck Werder: Zwei Tage Vollsperrung

Ein Nadelöhr ist bis in das kommende Jahr hinein auch das Dreieck Werder auf der wichtigen Ost-West-Trasse zwischen den Autobahnen A 2 und A 10. Dort sollen die letzten Betonkrebs-Schadstellen saniert werden, verspricht Cornelia Mitschka. Bis längstens Ende September müssen sich die Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich noch gedulden, bis die derzeitige Baustelle Geschichte ist.

Das Autobahndreieck Werder wird seit Jahren von Betronkrebs befreit. Die Darstellung zeigt den jährlichen Fortschritt an dem wichtigen Verbindungsstück auf der Ost-West-Trasse der Autobahnen 2 und 10. Der orange gefärbte Bereich wird 2020 zum Nadelöhr. Quelle: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

In der ersten Augusthälfte wird dafür die Überfahrt auf den westlichen Berliner Ring der A 10 für zwei Tage gesperrt. In dieser Zeit wird der gesamte Verkehr über die A 2 zur Anschlussstelle Lehnin umgeleitet und von dort wieder zurückgeleitet Richtung Autobahn 10.

Mega-Staugefahr 2020

2020 droht eine Mega-Staugefahr, wobei der genaue Zeitpunkt dafür noch nicht feststeht: Für zwei Wochen soll die Überleitung vom westlichen Berliner Ring auf die A 10 Richtung Autobahndreieck Potsdam komplett gesperrt werden. Wieder sollen die täglich tausenden Fahrzeuge über die Anschlussstelle Lehnin an der Autobahn 2 umgeleitet werden. Nach einer Gesamtbauzeit von drei Wochen ist dann das Dreieck Werder endgültig von Betonkrebs befreit.

Von Marion von Imhoff

Der Brandenburger Nicolaiplatz ist ob seiner Verkehrsführung und des täglichen Staus, fast allen Brandenburgern ein Dorn im Auge. Dieses Nadelöhr aufzubohren hat sich die AfD-Fraktion mit ein paar einleuchtenden Vorschlägen als erstes Thema nach der Wahl auf die Fahnen geschrieben.

31.07.2019

Die Bundesgartenschau 2015 war der Stadt Brandenburg an der Havel lieb und teuer – vor allem Letzteres. Übrig blieb für die Kommune ein Minus von 6,8 Millionen. Eine mögliche Rückzahlung allerdings ist von einigen Unsicherheitsfaktoren abhängig.

31.07.2019

Das hätte böse ausgehen können. Eine Frau aus Tieckow machte in der Havel Bekanntschaft mit den Resten einer meterlangen Angelmontage. Das Ende war besonders gefährlich.

31.07.2019