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Brandenburg/Havel Autofahrer rast in Haus und stirbt
Lokales Brandenburg/Havel Autofahrer rast in Haus und stirbt
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17:02 23.04.2018
Die Unfallstelle in Wollin. Ein Pkw war in ein Wohnhaus gerast. Dabei kam der Autofahrer ums Leben. Quelle: Christian Griebel
Wollin

Mit einem ohrenbetäubenden Knall ging für Reinhard (80) und Christel Mahlow (80) ein gemütlicher Fernsehabend zu Ende. „Es hat sich angehört wie ein Explosion. Wir haben uns erst gar nicht rausgetraut“, berichtet das Ehepaar. Dann wollen die beiden Rentner doch wissen, was vor ihrem Haus passiert ist. Aber der Weg zur Straße ist zunächst blockiert. Ein am Sonntag kurz nach 21 Uhr von der geraden Fahrbahn abgekommener Pkw hatte die Veranda in eine Ruine verwandelt.

Fahrer starb im Auto

Dann ging alles ganz schnell. Anwohner riefen Polizei und Feuerwehr. Im Blaulichtmeer der Einsatzkräfte aus Wollin, Wenzlow und Ziesar wurde das ganze Ausmaß des Dramas sichtbar. „Der Fahrer war bereits tot. Eine zweite Person haben wir schwer verletzt von der Rückbank geborgen“, berichtete Ziesars Amtswehrführer Andy Laube. Beide Opfer mussten mit Hydraulikwerkzeug aus dem Pkw befreit werden.

Das Auto drehte sich und prallte voll gegen diese Veranda. Quelle: Christian Griebel

Problematisch bei dem Einsatz war der Zustand der eingefahrenen Veranda. Deshalb musste zuerst das Mauerwerk gesichert werden. „Wir hatten Sorge, dass das Verandadach auf den Pkw rutscht“, so der Amtswehrführer. Bei seiner Unglücksfahrt in Richtung Autobahn fuhr der Pkw auch noch den Betonmast einer vor dem Haus der Mahlows stehenden Straßenlaterne um. Der Mast zerbrach durch die Wucht des Aufpralls in mehrere Teile. Der Elektroanschluss befand sich direkt unter dem Auto. Der Strom konnte mit Unterstützung des Energieversorgers Edis abgeschaltet werden.

Mit hohem Tempo durch Wollin

Zum Unfallort waren zwei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge geeilt. Die Ärzte kümmerten sich auch um das Befinden von Reinhard und Christel Mahlow. Am Morgen war dem Ehepaar die Aufregung noch anzusehen. „Die müssen mit einem Affenzahn durchs Dorf gefahren sein. Die Bremsspur ist gewaltig. Hätte das Auto zwei Meter früher das Haus getroffen, wäre es bei uns vor dem Fernseher gelandet“, ist sich der Hausherr sicher.

Zahlreiche Rettungskräfte eilten zum Unfallort nach Wollin.l Quelle: Christian Griebel

Der tragische Vorfall in der Poststraße ist am Montag wichtigstes Gesprächsthema in Wollin. Selbst der mehrere Häuser entfernt wohnende Erhard Höpfner in der Hauptstraße hat den Mega-Knall gehört. „Ich lag schon im Bett. Was müssen das für Verrückte sein, ging mir gleich durch den Kopf“, sagte der Wolliner der MAZ. Wie es zu dem tragischen Unglück vor der Haustür von Familie Mahlow konnte, ist derzeit unklar. „Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an“, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz auf Nachfrage. So ist noch offen, ob bei der rasanten Fahrt Alkohol im Spiel war.

Die Bremsspur führt auf das Haus von Familie Mahlow zu. Quelle: Frank Bürstenbinder

Die Identität des ums Leben gekommenen Fahrers in dem Auto mit ungarischen Kennzeichen ist noch nicht geklärt. Bei der zweiten Person, die derzeit im Klinikum behandelt wird, handelt es sich um einen ungarischen Staatsbürger. Keine Bestätigung gibt es derzeit für die Vermutung, dass es sich bei den Unfallopfern um ungarische Arbeiter handelt, die in Wollin wohnen und im Golzower Gewerbegebiet tätig sind.

Lkw-Brand auf der Autobahn

Für die Feuerwehren im Amt Ziesar war die Nacht mit diesem Einsatz nicht zu Ende. Gegen 4 Uhr geriet auf der Autobahn ein Lkw in Brand. Die Flammen griffen von der Zugmaschine auf die Ladung über, die aus Seifenkonzentrat bestand. Die Autobahn zwischen Wollin und Ziesar war während der Lösch- und Bergungsarbeiten über Stunden gesperrt. Es bildete sich ein langer Stau.

Von Frank Bürstenbinder

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