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Brandenburg/Havel BAS feiert sich und 25 Jahre
Lokales Brandenburg/Havel BAS feiert sich und 25 Jahre
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18:46 24.01.2019
Margitta Scholz stieß am Donnerstag mit ihren Gästen auf die bisherigen und die kommenden 25 Jahre an, die sich mit der kommunalen Beschäftigungsgesellschaft bereits verbinden oder verbinden sollen. Quelle: Foto: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Auf 25 Jahre „Lebenszeit“ kann die kommunale Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft BAS nun zurücksehen. Ein Vierteljahrhundert arbeitet das geförderte Unternehmen daran, von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen wieder eine Perspektive zu geben und sie fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen.

Die kommunale Beschäftigungsgesellschaft BAS feierte sich und ein Vierteljahrhundert am Donnerstag im Audimax. Millionen sind ins Unternehmen geflossen Tausenden wurde geholfen. Und trotz nur noch weniger Arbeitsloser soll das Unternehmen fortbestehen.

BAS-Geschäftsführerin Margitta Scholz und ihr Team hielten es daher für eine gute Idee, dieses Datum mit einem Geburtstagsfeier zu verbinden, zu der sie Wegbegleiter sowie Gründungs-Väter- und -Mütter am Donnerstag ins Audimax einluden. Emil Teicher, der erste BAS-Chef, Norbert Fröndrich als Ex-Sozialdezernent und Margit Spielmann als seine frühere Chefin sowie Karin Augustin als damalige Gleichstellungsbeauftragte waren wie viele andere vor Ort, um die BAS-Party zu begleiteten.

Die BAS hat die Stadt voran gebracht

Auch die Ex-OB Dietlind Tiemann (CDU) war vor Ort, die 2003 die kommunale Trägerschaft der BAS erstmals grundsätzlich in Frage gestellt hatte und damit erhebliche Zuschusskürzungen durchsetzen konnte. Sie entpuppte sich später aber als BAS-Fan. In der Spitze waren 2005 etwa 500 Ein-Euro-Jobber in der Stadt unterwegs, um als vielköpfige städtische Reinigungstruppe für Sauberkeit zu sorgen.

Das war auch die Anfangsjahre in der die Stadt trotz enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und den Ministerien die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekam. Es gab Jahre, „da lag die Arbeitslosigkeit in der Stadt bei 40 Prozent“, erinnerte Margitta Scholz in ihrer Festrede an die Zeiten kurz nach der Gründung der BAS. Das war, als das Stahlwerk schloss und viele andere Unternehmen in der Stadt in Insolvenz gingen oder sich von großen Teilen der Belegschaft trennten.

Niedrige Arbeitslosenquote aber viele Langzeitarbeitslose

Heute liegt die Arbeitslosenquote bei knapp über acht Prozent, Ende 2014 lag sie bei 12,5 Prozent. Man könnte meinen, die Arbeit der BAS sei geschafft. Mitnichten. Auch in 25 Jahren soll es die BAS noch geben, sagt Scholz. Das kommunale Unternehmen sitzt seit 2013 in der für eine halbe Million Euro umgebauten ehemalige Stasi-Zentrale in der Neuendorfer Straße. Dort versucht Scholz den Spagat: Mit deutlich sinkender Finanzausstattung und unter schwierigeren Förderbedingungen möchte sie möglichst viele Arbeitsplätze erhalten und die Gesellschaft, die in Spitzenzeiten mehr als 1000 Beschäftigten hatte, neu ausrichten.

Inzwischen sind es schon lange auch keine Millionenbeträge mehr, die aus dem städtischen Haushalt an das kommunale Unternehmen gehen. Gegenwärtig werden gut 400000 Euro pro Jahr überwiesen. Das ist aber noch immer eine Unterstützung, von der die private Konkurrenz der BAS nur träumen kann.

Über 1000 Projekte gestemmt

Der städtische Beschäftigungsträger kann inzwischen auf über 1000 Projekte verweisen, an denen zusammen 11.400 Menschen für den Zeitraum der geförderten Maßnahmen teilgenommen haben.

Diese Beschäftigten des zweiten Arbeitsmarktes werden betreut und angeleitet von festangestellten pädagogischen Mitarbeitern und Projektleitern. Freie, über den Europäischen Sozialfonds geförderte Projektplätze gibt es derzeit ausreichend, wie die BAS auf ihrer Homepage verrät. Dort erfährt der Leser auch, dass die BAS sich um den Bürgerpark auf dem Marienberg kümmert, das Bürgerhaus Hohenstücken unterstützt und betreut und die Initiative „Saubere Stadt“ mit Projekten der Arbeitsförderung unterstützt, „die durch unsere Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Dietlind Tiemann, ins Leben gerufen wurde.“

Keine Lösung für das Slawendorf

Auch das Slawendorf liegt noch immer in der Verantwortung der BAS. Schließlich wurde das Dorf fast ausschließlich mit ABM-Maßnahmen und geförderten BAS-Projekten errichtet. Bereits 2013 hatte Margitta Scholz erklärt, den Betrieb des Slawendorfes von 2014 an in neue Hände zu geben. Doch jeder Versuch dazu war gescheitert.

Davon war Donnerstag nicht in die Rede. Dort wurden Erfolge besprochen und in Erinnerungen geschwelgt. Oberbürgermeister Steffen Scheller lobte in einer kurzen Rede das Tun der gemeinnützigen GmbH und zeichnete im Anschluss zusammen mit Margitta Scholz BAS-Mitarbeiter wie den rührigen Hohenstücken-Koordinator Tino Haberecht aus. Höhepunkt des launigen Vormittags war die musikalische Begleitung durch den Brandenburger Sänger Robby Schulze.

Von Benno Rougk

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