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Brandenburg/Havel Backende Buddhisten: Obsttorten und Früchte sind die Sommertrends in Päwesin
Lokales Brandenburg/Havel Backende Buddhisten: Obsttorten und Früchte sind die Sommertrends in Päwesin
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12:51 28.06.2019
Konditorin Losang Kyinzum (links) und Verkäuferin Sherag Palden zeigen einen Käsekuchen mit Waldbeeren und Erdbeeren. Quelle: André Großmann
Päwesin

 Fruchtschnitten, Feuerwehrkuchen und französische Zitronentorte sind Objekte der Begierde im Päwesiner Backshop „Backwahn.“ 25 Kuchensorten, acht bis neun Brote und zwölf verschiedene Brötchen sorgen im Wirtschaftsbetrieb der Buddhistischen Klostersschule Ganden Tashi Choeling für Warteschlangen und kulinarische Vielfalt.

Obsttorten, saisonale Früchte und mediterrane Brötchen sind der Sommertrend im Backshop der Buddhistischen Klosterschule Ganden Tashi Choeling. Neue Kuchenvariationen sind bereits geplant.

Obstkuchen sind beliebt

Aktuell sind fruchtige Kuchen mit Erdbeeren, Himbeeren, Rhabarber und Aprikosen bei sommerlichen Temperaturen beliebt. „Ab der nächsten Woche werden wir vermehrt Kuchen mit Johannisbeeren anbieten, die nicht sauer sind und vielleicht auch Varianten mit Stachelbeeren“, sagt Konditorin Losang Kyinzum. Die 40-Jährige ist Mitarbeiterin der ersten Stunde und arbeitet seit der Eröffnung der Bäckerei im Jahr 2010 in Päwesin.

Hier fasziniert Kundin Angelika Seidel das Angebot in der Auslage, die Brandenburgerin feiert ihren 68. Geburtstag und ist froh, vor einigen Wochen den Backshop entdeckt zu haben. Sie kauft 24 Stück Kuchen für die Partygäste und schätzt dabei Klassiker wie den gedeckten Apfelkuchen und den gefüllten Bienenstich. Sie hat aber auch eine Vorliebe für das Kastenweißbrot und spricht sich mit Freunden ab, um zu klären, wer nach Päwesin fährt und Nachschub holen kann.

Verzicht auf chemische Zusatzstoffe

Ihre Bekannte Gudrun Bergmann lobt das Angebot. „Wenn man in eine Industriebäckerei geht, hat irgendwie alles einen Einheitsgeschmack. Hier unterscheidet sich das Aroma von Brot zu Brot. Ich habe das Gefühl, dass hier weniger oder keine Chemie verwendet wird“, sagt die Brandenburgerin der MAZ.

Nonne Losang Kyinzum bestätigt die Vermutung und betont, dass die Backwaren ohne Konservierungsstoffe entstehen. „Wenn es anders ist, wird das gekennzeichnet. Ansonsten verwenden wir ganz klassisch aufgeschlagene Eier, auch wenn es hunderte sind und keine Exemplare aus dem Tetra Pak“, sagt die Konditorin. Heute arbeiten im Backshop neben Kyinzum ein Bäckermeister, eine Bäckergehilfin, mehrere saisonale Küchenhelfer und sechs Verkäufer.

Freude am Backen und eine Prise Salz

Das Geheimrezept des Erfolgs ist für Losang Kyinzum die Freude am Backen. „Wenn ich das für andere mache und sehe, wie sie sich freuen, springt die Begeisterung wieder zurück. Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt die 40-Jährige. Schon ihr Großvater war Konditor und gab ihr viele Tipps mit auf den Weg. Der MAZ verrät sie eine Zutat, die ihr wichtig ist. „In jede Süßspeise gehört eine kleine Prise Salz“, sagt die Konditorin.

Fast alle Bäckereiprodukte kommen aus dem eigenen Haus, das Zentrum der Backstube bildet ein Backofen mit drei Etagen und Steinplatte. Doch wie weit sind die buddhistischen Werte fester Bestandteil im Backshop? „Wir arbeiten hier Hand in Hand und achten aufeinander, beispielsweise schauen wir, ob jeder bei sommerlichen Temperaturen auch genug trinkt“, sagt Kyinzum dazu.

Ihre Kollegin Sherang Palden arbeitet ebenfalls seit 2010 im Backshop, beide sprechen von einer „Erfolgsgeschichte“, an die das Duo beim Start des Backshops nicht dachte. Palden gönnt sich daraufhin ein Stück des New York Cheese Cake. Losang Kyinzum hat keinen Lieblingskuchen, will weiter dem Wohle der Anderen dienen und nach buddhistischen Werten leben. „Wenn man am Ziel angekommen ist, braucht man nicht mehr zu suchen“, sagt sie der MAZ.

Von André Großmann

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