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Brandenburg/Havel Wohnsiedlung direkt am Schlosspark Plaue?
Lokales Brandenburg/Havel Wohnsiedlung direkt am Schlosspark Plaue?
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20:23 23.09.2014
Sabine Harms und Gunter Dörhöfer wollen keine neue Bebauung am Schlosspark. Die denkmalgeschützte Ziegelei bauen Harms zum Atelier aus. Quelle: A. Wirsing
Brandenburg an der Havel

Geworben wird mit Bebaubarkeit direkt hinter der denkmalgeschützten Mauer, welche die historische gräfliche Parkwirtschaft des Schlossparks mit Gärtnerei und Küchengarten einfriedet. Sogar mit einer Zusage des Infrastrukturministeriums aus dem Jahre 2008, dass etwa 8000 Quadratmeter aus dem Landschaftsschutzgebiet „Brandenburger Wald- und Seengebiet“ ausgegliedert werden könnten, wird um Investoren gebuhlt.

Von der BVVG gab es am Dienstag keine Auskunft, die Gebote würden in einer Vorratsbox gesammelt, erst am Dienstag, 10 Uhr, geöffnet, hieß es.
Sturm laufen gegen eine mögliche Bebauung Unabhängiger Bürgerverein UBV und Schlossparkverein. Dessen Vorsitzender Gunter Dörhöfer sagt: „Unter den Plauern herrscht weitgehender Konsens, dass an diese Stelle weder ein Supermarkt noch ein Wohngebiet sollen. Es wäre eine eigenartige Entwicklung, wenn durch die Hintertür ein neuer Stadtteil geschaffen wird. Stadtentwicklung scheint in Plaue auf Zufälligkeiten zu beruhen.“

Sabine Harms vom Schlossparkverein sekundiert. „Eine Einfamilienhaussiedlung zwischen Gebäudedenkmal, Bodendenkmal und Landschaftsschutzgebiet geht gar nicht.“ Sie hat gemeinsam mit ihrem Ehemann Dirk die alte Ziegelei erworben, deren Scheune beide bis zum Frühjahr denkmalgerecht als Atelier für den bildhauernden Arzt ausbauen.
Für Wohnhäuser sei es direkt an der vielbefahrenen Straße viel zu laut, zu dem ganzen Areal gibt es nur eine schmale Durchfahrt in der Denkmal-Mauer. Der Schlosspark sei ein Schutzraum für sehr viele Tiere, unter anderem sämtliche europäische Spechtarten mit Ausnahme des Schwarzspechtes.

„Ein möglicher Investor weiß vermutlich nicht, worauf er sich einlässt. So sind beispielsweise die möglichen Bauflächen im BVVG-Exposé viel größer ausgewiesen als im Flächennutzungsplan der Kommune “, sagt Sabine Harms. In einer schrumpfenden Stadt müsse es keine neuen Wohnbauflächen geben, die zur Zersiedlung beitragen.

Spielräume im Baurecht André Wirsing hofft auf ein strenges Bauamt für Plaue

Auf das Handelsgebaren des Bodenverwerters BVVG hat die Kommune wenig Einfluss, das halbstaatliche Unternehmen soll auf Teufel-komm-raus Geld herbeischaffen. Kluge potenzielle Erwerber setzen sich vorab aber mit der Stadtverwaltung in Verbindung, denn trotz Flächennutzungsplanes gibt es Spielräume im Baurecht, welche die Behörde nutzen kann. Beispielsweise, indem sie im B-Plan weniger Bebauung zulässt als theoretisch denkbar wäre. Damit würde das Investment unwirtschaftlich, also gar nicht erst getätigt. Doch man muss das Bauamt nicht belehren – wie Verhindern geht, weiß es selbst am besten – siehe Stärkefabrik-Brache.

Von André Wirsing

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