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Brandenburg/Havel Großbrand in Recyclinghalle: Feuerwehr hat „vorbildlich“ gehandelt
Lokales Brandenburg/Havel Großbrand in Recyclinghalle: Feuerwehr hat „vorbildlich“ gehandelt
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14:13 30.04.2019
Die Brandenburger Berufsfeuerwehr bekämpft das Großfeuer im Recyclingpark von allen Seiten. Ein riesiger Haufen Sperrmüll hat Feuer gefangen. Quelle: Jürgen Lauterbach
Brandenburg/H

Der am Montagabend ausgebrochene Großbrand in der Recyclinghalle der Mebra im ehemaligen SWB-Park ist relativ glimpflich ausgegangen. Das bestätigte Remondis-Sprecher Michael Schneider am Dienstagmittag. „Wir konnten die Schadenshöhe noch nicht beziffern.

Gleich zwei Großbrände müssen Brandenburger Feuerwehrleute am frühen Montagabend bekämpfen. Im Recyclingpark auf dem ehemaligen Stahlwerkgelände

Aber glücklicherweise sind keine Menschen zu Schaden gekommen und unsere in der Halle abgestellten Fahrzeuge konnten wir auch alle herausschaffen.“ Die Hitzeentwicklung sei nicht so stark gewesen, um die Statik der Halle zu beeinflussen.

Sprinkleranlage springt nicht an

Noch nicht einmal die installierte Sprinkleranlage sprang an, sie hätte womöglich mehr Schaden angerichtet. Die Berufsfeuerwehr Brandenburg habe „absolut vorbildlich“ gehandelt, so dass die Flammen relativ schnell bekämpft werden konnten. Unterstützt hatten Mebra-Mitarbeiter, die in einem Radlader mit luftdichter Überdruckkabine, die Glutnester auseinander gezogen hatten. Herausfordernd war nur das schnelle Herstellen einer Querbelüftung, um den Qualm abziehen zu lassen.

Am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr kam das Signal „Feuer aus“, Brandwachen blieben noch bis gegen 8 Uhr in der Halle, sagt Einsatzleiter Daniel Wolf, der zwischenzeitlich seinen Kollegen Uwe Hohn abgelöst hatte. Unglücklicherweise wurde die Einsatzschicht, die stundenlang in der Halle gestanden hatte, am Dienstag gegen 6 Uhr auch noch zu einem Auffahrunfall gerufen, musste dort aber kaum tätig werden. Ein Feuerwehrmann war am Abend vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus geschickt und wenige Zeit später wieder entlassen worden.

Kriminalpolizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Die Einsatzkräfte wurden ihrerseits unterstützt vom DRK sowie von der Johanniter-Unfallhilfe. „Wir haben fast acht Stunden lang die Einsatzkräfte mit heißen Getränken und Essen versorgt“, berichtet Johanniter-Zugführer Mathias Benke.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zu einer möglichen Brandstiftung aufgenommen, bestätigt Polizeisprecher Heiko Schmidt. „Eine entsprechende Strafanzeige haben wir aufgenommen. Kriminaltechniker der Polizeidirektion untersuchen den Brandort. Abhängig von den Ergebnissen entscheiden wir gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft, ob wir wegen vorsätzlicher oder wegen fahrlässiger Brandstiftung ermitteln.“

Bei Remondis geht man von einer Selbstentzündung aus. „Das war Sperrmüll, da kann immer etwas brennen. Beispielsweise wenn Störstoffe, etwa eine angequetschte Batterie, darunter sind“, sagt Remondis-Sprecher Schneider.Auch ein weggeworfenes Feuerzeug eigne sich als Zufallszünder.

Rund 100 Tonnen Sperrmüll stehen in Flammen

Insgesamt haben etwa 100 Tonnen Sperrmüll gebrannt. Das Brandgut ist nun in separate Container verpackt worden. Ebenfalls wurde das Löschwasser aufgefangen, der Entsorger Mebra verfügt über entsprechende Technik. Wasser und Brandgut werden nun beprobt und die Ergebnisse sind an die Sonderabfallbehörde Berlin-Brandenburg SBB zu schicken. Die entscheidet dann, wie weiter zu verfahren ist: Möglich, dass die festen Stoffe noch einmal in einer Verbrennungsanlage thermisch verwertet werden. Möglich ist aber auch ein aufwendiges Entsorgen als Sondermüll.

Derweil geht nun der Betrieb weiter. Auch aus dem benachbarten Industriemuseum kommt Entwarnung: „Es liegen weder Brand- noch Wasserschäden vor und es besteht auch keine Geruchsbelästigung. Das Museum hat wie gewohnt von 10 bis 17 Uhr geöffnet“, sagt Museumschef Marius Krohn.

Von André Wirsing

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