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Brandenburg/Havel Ausgezeichnet: Frauenpreis für Naturschützerinnen
Lokales Brandenburg/Havel Ausgezeichnet: Frauenpreis für Naturschützerinnen
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18:34 01.03.2019
Margrit Spielmann (r.) überreichte den Frauenpreis an Sigrid Weigmann und Andrea Kausmann (l.) für ihr Wirken im Naturschutzzentrum Krugpark.
Margrit Spielmann (r.) überreichte den Frauenpreis an Sigrid Weigmann und Andrea Kausmann (l.) für ihr Wirken im Naturschutzzentrum Krugpark. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Der Spannungsaufbau ist gelungen, die Ausgezeichneten des Brandenburger Frauenpreises waren wirklich überrascht. Dabei durften Sigrid Weigmann und Andrea Kausmann die Ehrung in gewohnter Umgebung entgegennehmen.

Sigrid Weigmann und Andrea Kausmann wurden mit dem Frauenpreis ausgezeichnet. Mit der Veranstaltung in der Umweltpyramide des Krugparks starte auch die 29. Brandenburgische Frauenwoche.

Die Umweltpyramide im Brandenburger Krugpark diente als Kulisse für die Würdigung der beiden Frauen, die sich um die Entwicklung des Naturschutzzentrums Krugpark über Jahrzehnte verdient gemacht haben. „Mir zittern immer noch die Knie“, sagte Sigrid Weigmann mitten im Gratulationsmarathon kurz nach der Preisübergabe.

Krugpark als Kleinod

Margrit Spielmann, die Initiatorin des Frauenpreises, verwies in ihrer Laudatio auf die langjährige Arbeit der beiden Naturschützerinnen, die das heutige Bild der Naturoase entscheidend geprägt haben. „Der Krugpark ist zu einem echten Kleinod für die Stadt Brandenburg geworden.“

Der Beginn der Entwicklung reicht zurück bis in die 1990er Jahre. Damals stand Sigrid Weigmann nur eine alte Baracke am Rand des Parks zur Verfügung. Dort gelang es ihr trotzdem viele Projekte anzustoßen, die noch heute laufen. Großer Mittelpunkt war von Beginn an die Vermittlung von Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt an Brandenburger aller Generationen.

Engagiertes Tandem

Bis ins Jahr 2013 leitete sie das Naturschutzzentrum, danach übernahm Andrea Kausmann, seit 2002 im Team des Krugparks dabei, diese Aufgabe. „Der Preis ist wirklich eine große Freude, aber ohne die Menschen, die hier mit uns arbeiten und sich ehrenamtlich engagieren, ginge es nicht und deshalb gebührt auch ihnen großer Dank“, sagte Kausmann.

Mit Hilfe der Stadt und des Krugpark-Fördervereins, hat sich Umgebung und Programm deutlich erweitern können. „Seit 2007 steht hier das Naturschutzzentrum, 2014 wurde der Bau der Umweltpyramide begonnen“, sagte Kausmann. Das Naturschutzzentrum ist oft Anlaufpunkt für Kita- und Schülergruppen, die ganz verschiedene Bildungsangebote nutzen. „Wir machen Exkursionen in den Wald, basteln mit Naturmaterialien, lernen gesunde Ernährung kennen“, gab Kausmann einen kleinen Einblick in das Angebot.

Große Anziehungspunkte sind die Feste, vom Waldfasching über das Sommerfest bis zum Krugparkfest das in diesem Jahr am 25. Mai zum 30 Mal stattfindet und wie immer mit der Vergabe des Umweltpreises der Stadt Brandenburg verbunden ist. Andrea Kausmann lud die knapp 100 Gäste in der Umweltpyramide gleich zu diesem Großereignis ein.

Startschuss für die Frauenwoche

Die Verleihung des Frauenpreises war gleichzeitig auch der Startschuss für den Beginn der 29. Brandenburgischen Frauenwoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Hälfte/Hälfte – ganz einfach steht“. Kornelia Köppe, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brandenburg konnte für diese Eröffnung nicht nur Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) begrüßen.

Der Einladung folgten auch die beiden Landtagsabgeordneten Ralf Holzschuher (SPD) und Knut Große (CDU) sowie Klaus-Christoph Claveé, der Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts. Vervollständigt wurde die offizielle Riege von der Bundestagsabgeordneten Dietlind Tiemann (CDU). An den anwesenden Amt- und Würdenträgern war abzulesen, dass hinter das Motto der aktuellen Frauenwoche immer noch ein Fragezeichen gehört.

„Macht, Einkommen, Chancen in der Gesellschaft sind immer noch gleich verteilt“, sagte Kornelia Köppe in ihren Begrüßungsworten. Das vielfältige Programm der Frauenwoche, die in jedem Jahr rund um den internationalen Frauentag am 8. März organisiert wird, soll Einladung sein, sich weiter mit der Schieflage zwischen den Geschlechtern auseinanderzusetzen.

Von Christine Lummert

01.03.2019
01.03.2019