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Brandenburg/Havel Neues Wohnquartier: So wird die Neuendorfer Vorstadt belebt
Lokales Brandenburg/Havel Neues Wohnquartier: So wird die Neuendorfer Vorstadt belebt
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14:28 12.08.2019
Der Rohbau steht für das neue Wohnhaus von Investor Andreas Patzer. Er schließt die Baulücke an der Ecke Neuendorfer Straße und Damaschkestraße. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

 Das nennt man wohl Vertrauen in einen Standort: „Wir haben zwar die meisten unserer Projekte in Berlin realisiert, interessieren uns aber auch stark für die Oberzentren. Diese werden weiter Zuzug haben, da glauben wir fest daran. Gute Erfahrungen haben wir beispielsweise in Neubrandenburg oder auch im Mittelzentrum Eberswalde gemacht“, sagt Andreas Patzer.

Er ist gemeinsam mit Hendrik Duge Geschäftsführer der Behring-Immobilien GmbH, die vornehmlich Wohnprojekte realisiert. Das jüngste entsteht derzeit an der Neuendorfer Straße/Ecke Damaschkestraße gegenüber vom Renafan-Pflegeheim. „Ich habe das Grundstück über einen Berliner Makler erworben, habe auch gute Kontakte in die Stadt. Jahrelang stand die Ecke zum Verkauf, jetzt haben wir zugegriffen.“

Investor Andreas Patzer im Rohbau. Quelle: Rüdiger Böhme

31 Wohnungen auf 2300 Quadratmetern

Es entsteht nach Entwürfen des Berliner Architekturbüros Sypereck ein fünfgeschossiger Komplex mit 31 Wohnungen auf 2300 Quadratmetern Nutzfläche. Mauern, Fassade und Balkone sind komplett aus beton, das besondere sind die geschwungenen Formen.

„Wir haben auch bewusst keine Eingänge von vorn, es soll für den Betrachter ein im wahrsten Wortsinn ,abgerundetes Bild’ ergeben.“ Der Bau ist zwar in seiner Form auffällig, doch fügt er sich in die um- und gegenüberliegende Bebauung ein. Doch wer jahrelang auf ein leeres Grundstück geschaut hat, ist schon erstaunt ob der Baumasse.

Die Wohnungen sind wegen der geschwungenen Fassade interessant geschnitten. Quelle: Rüdiger Böhme

Die Wohnungen sind zwischen 34 und 97 Quadratmeter groß und alle behindertenfreundlich. Es gibt eine Einraumwohnung, vier Zweiraumwohnungen, 14 Wohnungen haben drei und zwölf haben vier Zimmer. Zu jeder Wohnung gehört ein sechs Quadratmeter großes Kellerabteil. Über einen Durchgang und eine Durchfahrt sind die beiden Hausaufgänge sowie die beiden Aufzüge zu erreichen. Die Lifte fahren sogar bis in den Keller, so dass man dort auch mühelos ein Pedelec hinbringen und verstauen kann.

Im Innenhof sind zudem elf Stellplätze angeordnet. Zum Hof hin gibt es weitere Balkone und ebenerdig kleine Terrassen. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind höher als der Standard, das ist der Durchfahrtshöhe geschuldet.

Umzüge in der Stadt

Alle Wohnungen werden vermietet, erste Interessenten haben sich schon initiativ bei Behring-Immobilien beworben. „Ich denke, dass diese Wohnungen nachgefragt sein werden: Grundschule, Kita, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlicher Nahverkehr – alles ist weniger als 100 Meter entfernt“, sagt Patzer. Zuzug komme weniger von außen, vielmehr glaube er an innerstädtische Nachverdichtung, etwa dass Menschen vom Rand nun innerhalb des Rings wohnen wollen. Auch Renafan suche Wohnungen, in denen Menschen leben, die ambulant betreut werden können.

Fertigstellung im Frühjahr

Die Errichter investieren mehr als fünf Millionen Euro in den Bau, aus eigenen Mitteln, gefördert wird nichts. Zu den Mietpreisen will Patzer derzeit noch nichts sagen, das hänge von der tatsächlichen Baukostenentwicklung ab. „Im Herbst wollen wir einen Tag der offenen Tür veranstalten, dann können wir mehr dazu sagen.“ Seit April wird gebaut, innerhalb von zwölf Monaten soll idealerweise alles fertig sein, also im kommenden Frühjahr. Offiziell ist auf dem Bauschild der Sommer angegeben, doch Patzer strebt einen Termin Anfang des zweiten Quartals an.

>> So sieht die neue Wohnsiedlung Havelkiez aus

>> MAZ-Special: Wohnen in Brandenburg

Von André Wirsing

MAZ-Service: MAZImmo

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