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Brandenburg/Havel Kästners Detektive sind unsterblich
Lokales Brandenburg/Havel Kästners Detektive sind unsterblich
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12:41 30.06.2019
Zum 120. Geburtstag von Erich Kästner starten das Brandenburger Theater und die Fouqué-Bibliothek eine Literaturreihe zu Ehren des Schriftstellers. Clara Johanna Schoeller und Teo Vadersen lasen sehr unterhaltsam aus „Emil und die Detektive“. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

So einen Sohn hätte wohl jeder gern: Emil Tischbein ist einfühlsam und hilfsbereit. Der Zehnjährige unterstützt seine verwitwete Mutter und hilft ihr, wo er nur kann. Und ein sehr guter Schüler ist er außerdem. Doch die Leser des Buches „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner erfahren auch, dass dieser Emil durchaus manchmal Unsinn macht.

Zum 120. Geburtstag

120 Jahre wäre Erich Kästner am 23. Februar dieses Jahres alt geworden. Ein Grund für das Brandenburger Theater, eine kleine Lesereihe mit Werken des weltberühmten Autors zu veranstalten. Auftakt war am Samstagnachmittag in der Fouqué-Bibliothek. Clara Schöller und Teo Vadersen lasen aus „Emil und die Detektive“. Was für ein tolles Buch für Kinder. Am Samstag in der Fouqué-Bibliothek waren aber auch die erwachsenen Zuhörer gefesselt von der spannenden Handlung und der lebendigen Darstellung der Kinder in dem Buch.

Frank Marin Widmaier bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe. Quelle: JACQUELINE STEINER

Die Hauptfigur ist Emil, der in den Sommerferien mit dem Zug von Neustadt zu Oma und Tante nach Berlin fährt. Weil das Geld knapp ist im Hause Tischbein, kann die Mutter nicht mitfahren. So geht Emil mit vielen mütterlichen Ermahnungen allein auf die Reise. Vor allem soll er sorgsam auf das Geld aufpassen, das die Mutter ihm für die Oma mitgegeben hat, 120 Mark und noch 20 Mark extra für Emils Verpflegung.

Die Jagd nach dem Dieb

Ein Mann im Zugabteil mit Namen Grundeis ist dem Emil unheimlich. Aber obwohl er sich gegen seine Müdigkeit wehrt, schläft Emil auf der langen Zugfahrt ein. Als er aufwacht, ist nicht nur der unangenehme Herr Grundeis verschwunden, sondern auch die 140 Mark.

Emil ist fest entschlossen sein Geld von dem Dieb zurückzuholen. Und er hat Glück. Am Bahnhof Zoo in Berlin sieht er den Grundeis aussteigen. Emil verfolgt ihn, erst zu Fuß, dann in der Straßenbahn, bis zu einem Café. Schnell versteckt sich Emil hinter einem Zeitungskiosk, damit Grundeis ihn nicht entdeckt und flüchtet.

Clara Johanna Schoeller und Teo Vadersen lesen aus „Emil und die Detektive“. Quelle: JACQUELINE STEINER

Plötzlich wird Emil von einem Hupton erschreckt. Ein frecher Berliner Junge veräppelt ihn, weil ihm Emils Verhalten merkwürdig vorkommt. Emil erzählt ihm seine Geschichte und Gustav mit der Hupe, so heißt der Junge, ist sofort bereit Emil dabei zu helfen, dessen Geld von Grundeis zurückzuholen. Gustav alarmiert viele Freunde zur Verstärkung.

Ein gutes Ende

Herrlich, wie Kästner diese Kinder beschreibt. Geradezu generalstabsmäßig planen sie ihr Vorgehen. Da ist der Professor, ein sehr kluger Junge und der geborene Anführer. Da ist der kleine Dienstag, der bereit ist, Telefondienst zu machen, weil seine Eltern einen Telefonanschluss haben. Weitere Aufgaben werden verteilt, einige Jungen übernehmen Bereitschaftsdienst, andere sind die Detektive.

„Parole Emil!“ Inzwischen sind es etwa hundert Kinder, die Grundeis umringen und verfolgen, so dass der keinen Schritt mehr alleine machen kann. Als er sich zum Geldwechseln in eine Bank flüchtet, wird der Dieb gestellt, denn Emil kann beweisen, dass ihm das Geld gehört.

Emil wird berühmt

Mit diesem Mann haben die Kinder einen gefährlichen Verbrecher gestellt, auf dessen Kopf eine Belohnung von tausend Mark ausgesetzt war. Und Emil wird berühmt: „Der Junge vom Lande als Detektiv“ lautet die Schlagzeile in den Zeitungen.

Von Ann Brünink

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