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Brandenburg/Havel Brandenburg hat interessante Kommunalwahl-Kandidaten
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg hat interessante Kommunalwahl-Kandidaten
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20:03 26.04.2019
Um die 46 Sitze in der nächsten Stadtverordnetenversammlung geht es bei der Kommunalwahl am 26. Mai. Mehr als 300 Kandidaten stehen zur Wahl. Quelle: Christian Griebel
Brandenburg/H

Die Ehefrau eines hessischen Oberbürgermeisters schwärmte einmal von Bundesländern, in denen die Bürger bei Kommunalwahlen kumulieren und panaschieren können. So wie im beneidenswerten Land Brandenburg.

Dort haben am 26. Mai wieder 61.000 Bürger der Stadt die Möglichkeit, ihre drei Stimmen für die Stadtverordnetenwahl auf den Lieblingskandidaten zu vereinen oder sie auf zwei oder drei Bewerber zu verteilen – sogar über Parteigrenzen hinweg. Eben zu kumulieren und zu panaschieren.

Die Kommunalwahlen in Brandenburg sind für mich die Königsdisziplin der Demokratie. Die Wähler haben es mit Menschen zu tun, die sie an Wochenenden womöglich bei der Gartenarbeit antreffen können, die neben ihnen vielleicht gerade die Angel auswerfen, im Café am Nachbartisch sitzen oder vor ihnen an der Supermarktkasse stehen.

Vor der eigenen Haustür

Kommunalpolitiker sind oft Frauen und Männer, die vor der eigenen Haustür kehren und ihr Brandenburg lebens- und liebenswerter machen wollen. Der ein oder andere Karrierist mag auch darunter sein und vielleicht auch mal einer vom Schlage Simon Vauths, dem die Provinz als Durchlauferhitzer dienen sollte. Geschenkt.

Mehr als 300 Frauen und Männer aus Brandenburg/Havel stehen am 26. Mai zur Wahl. Kaum möglich, sie alle vorzustellen. Die MAZ hat aber die jeweils fünf Erstplatzierten der Parteilisten darum gebeten, mit ihren Antworten ein Schlaglicht auf sich zu werfen.

Kluge Einschätzungen

Erreicht haben uns viele interessante, kluge Einschätzungen und Vorstellungen. Manche Kandidaten antworten, wie gewünscht, sehr knapp und präzise. Die Leser wissen dann schnell, woran sie sind. Andere schreiben halbe Besinnungsaufsätze, durchdringen Themen gründlicher. Auch das kann Wählern Orientierungshilfe geben.

Die kleine Wahlkampf-Serie der MAZ versteht sich als eine Einladung an alle wahlberechtigten Frauen und Männer der Stadt, sich ein Bild zu machen von interessanten Kandidaten, die Spaß haben an Kommunalpolitik und mitmischen möchten im nächsten Stadtparlament.

Wer in vier Wochen seine drei Kreuze auf seinem Stimmzettel bündelt oder verteilt, macht etwas richtig. Herr Kumulus und Frau Panaschinski entscheiden als Kommunalwahlgänger mit darüber, wie es in ihrer Straße, ihrem Kiez, ihrer Stadt weitergehen soll.

Nicht alle gleich

Es ist etwas sehr einfach zu sagen, dass die Politiker doch alle gleich seien. Das sind sie aber eben nicht. Im Kommunalen wird das deutlicher als bei Landtags- und Bundestagswahlen.

Die Auswahl an Bewerbern ist zugegeben etwas unübersichtlich und so groß wie die Bandbreite von Ansichten und Herangehensweisen. Kein Wahlsystem hat eben nur Vorteile.

Brandenburg nötigt seinen Wählern ab, mehr nachzudenken als andernorts. Das ist doch aber nicht übel. Und außerdem: Im Zweifel können Wähler nach Sympathie gehen. Auch das ist erlaubt und muss nicht das schlechteste sein.

Von Jürgen Lauterbach

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