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Brandenburg/Havel Brandenburger Riva-Standorte sind sicher
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Riva-Standorte sind sicher
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15:39 04.06.2013
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Oranienburg

„Eine Gefahr für den Fortbestand der deutschen Riva-Gesellschaften gibt es absolut nicht“, versichert Alain Creteur. Im MAZ-Interview äußert sich der Geschäftsführer der Stahlunternehmen in Hennigsdorf und Brandenburg erstmals zu dem Skandal, der den Riva-Konzern in Italien erfasst hat. Dort gelten die Existenz des größten europäischen Stahlwerks in Taranto und die Zukunft des gesamten Stahlkonzerns Riva als akut gefährdet.
Das operative Geschäft in Hennigsdorf und Brandenburg läuft laut Creteur weiter – „nicht nur momentan, sondern auch zukünftig“. Er räumt „emotionale Rückwirkungen“ ein, weil die italienischen Staatsanwälte mehrere Milliarden Euro beschlagnahmen wollen und Seniorchef Emilio Riva (86) seit Sommer 2012 in Hausarrest halten wegen des Verdachts der Umwelt- und Gesundheitsgefährdung. Creteur zweifelt an der Rechtsstaatlichkeit des Umgangs mit seinem Stiefvater und dem Konzern.
Die Staatsanwaltschaft ordnete vor einigen Tagen an, Besitztümer im Wert von 8,1 Milliarden Euro zu beschlagnahmen. So hoch hatten Experten die Summe geschätzt, die das Unternehmen Rivafire Spa in den Umweltschutz hätte stecken müssen. Riva selbst rechnet mit 1,2 bis 2 Milliarden Euro.
Seit dem Sommer 2012 befindet sich Emilio Riva wegen des Verdachts der Umwelt- und Gesundheitsgefährdung rund um Taranto in Untersuchungshaft oder Hausarrest. Das Ilva-Werk in Taranto soll mit dem Ausstoß von giftigem Rauch und Staub für eine erhöhte Zahl an Krebs- und Atemwegserkrankungen in der Region verantwortlich sein. Alain Creteur kennt die „sehr komplizierte Situation“ nicht im Detail. Er hält die Vorwürfe aber für längst nicht erwiesen. Neben Ilva gebe es in Taranto noch eine Raffinerie, ein Zementwerk und einen Rüstungsbetrieb mit Emissionen. Dass 1995 das Stadtviertel Tamburi mit 25 000 Wohnungen nur 400 Meter von der Industrie entfernt gebaut wurde, sei Riva nicht vorzuwerfen. Vieles sei verbesserungswürdig, räumt Creteur ein. Doch das Stahlwerk habe bis 1995, als es im Staatsbesitz war, deutlich mehr Schadstoffe ausgestoßen als heute. Doch statt die Verbesserungen seither anzuerkennen, werde Emilio Riva „angespuckt“

Von Jürgen Lauterbach

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