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Brandenburg/Havel Silberschatz im Acker
Lokales Brandenburg/Havel Silberschatz im Acker
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17:33 24.01.2014
Quelle: Heiko Hesse
Brandenburg an der Havel

Das Piepen der Sonde verrät das Metall. Sieghard Wolter greift zum Spaten. Gut 40 Zentimeter unter der Krumme ist er am Ziel. Und staunt, wie er sich lange nicht gewundert hat: „So viele Münzen auf einmal findet man nicht alle Tage.“ Das ist doch etwas tiefgestapelt. Was der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger auf einem Acker bei Götz gefunden hat, könnte einer der umfangreichen Münzfunde im Land Brandenburg sein – ein Silberschatz mit gut 3000 Münzen.

Auch wenn Wolter nicht geahnt hat, was er da ans Tageslicht holt: Als er sich am 6. Januar mit seiner Sonde auf dem Weg machte, hatte er eine Wüstung im Visier. „Diese ehemalige Siedlung ist schon zu DDR-Zeiten als Bodendenkmal eingetragen worden“, sagt Thomas Kersting, Leiter der Archäologie und Denkmalpflege beim entsprechenden Brandenburgischen Landesamt.

In dem Tontopf, den er aus der Erde holte, steckten vor allem „Markgrafen-Denare“, berichtet Wolter. Silberlinge aus dem 13. und 14. Jahrhundert, beidseitig geprägt. Vereinzelt stecken auch sogenannte Brakteate in dem Schatz, einseitig geprägte Münzen aus dem 11. Jahrhundert.

„Es ist ein sehr, sehr einheitlicher Fund“, würdigt Kersting. „Dass jemand auf dem Land so viel Geld gesammelt und vergraben hat, zeigt uns, wie ausgeprägt der Handel gewesen ist.“ Nähere Informationen erhofft sich das Denkmal über die numismatische Expertise. Auch die Wüstung wollen die Archäologen nun näher untersuchen. Der Schatz soll bald im Landesmuseum zu bewundern sein.

Seit das Landesamt auf ehrenamtliche Helfer wie Sieghard Wolter setzt, tauchen vermehrt bemerkenswerte Funde landesweit auf. „Wir profitieren eindeutig von der Leidenschaft dieser Helfer“, lobt Kersting. Bis vor wenigen Jahren waren die Sondengänger den Archäo-Profis ein Dorn im Auge. Jenen, die keine Schatzräuber sind, bot das Land erstmals vor drei Jahren eine Schulung an. An deren Ende stand die Auszeichnung zum offiziellen Helfer, der Bodendenkmale betreten und auch andernorts suchen darf.

„Als ich den Topf fand, habe ich sofort das Landesamt verständigt“, sagt Wolter. Über Brandenburg wanderte der Schatz nach Wünsdorf. Inklusive der Fundort-Daten. Der 48-Jährige interessiert sich seit der Kindheit für Verborgenes. Seine Eltern sind aus der Neumark vertrieben worden. „Sie haben vorher vieles vergraben, wovon sie oft erzählt haben.“

Sie erreichen den Autor per E-Mail unter heiko.hesse@maz-online.de

Von Heiko Hesse

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