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Brandenburg/Havel Brandenburger kreieren tolle Kleider – mit uralten Papierausschneidebögen
Lokales Brandenburg/Havel

Brandenburger kreieren tolle Kleider – mit uralten Papierausschneidebögen

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10:56 04.05.2021
Echt schick, oder? Mit vielen kleinen Elementen hat Hanna (links) ihr Kleid kreiert.
Echt schick, oder? Mit vielen kleinen Elementen hat Hanna (links) ihr Kleid kreiert. Quelle: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel
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Brandenburg/H

Dicht ist nicht gleich zu: Obwohl es wegen Corona geschlossen ist, bietet das Brandenburger Stadtmuseum eine Ausstellung. Dafür nutzt es die Fenster des Gotischen Hauses in der Ritterstraße. Wer jetzt denkt „Besser als nüscht“, sollte genau hinsehen. Denn dahinter steckt ein tolles Projekt.

In den Osterferien hatte das Museum die Leute eingeladen, sich Rohlinge an der Tür des Freyhauses abzuholen und diese Vorlagen zu gestalten. Grundlage waren eine Sparbüchse in Gestalt des Steintorturmes und historische Papierausschneidebögen aus der Sammlung des Museums. Gut 30 Vorlagen wurden ausgegeben. „Etwa drei Viertel davon kamen gestaltet zurück“, freut sich Museumsleiterin Anja Grothe: „eine gute Quote“.

Auch die Fenster in der Gasse zum Johanniskirchplatz machen sich prima für die Ausstellung. Quelle: Heiko Hesse

Den Steintorturm gab es als Din-A-3-Bogen, den man zuschneiden und zusammensetzen musste. Für die Kleider und Hosen waren die Blanko-Papiervorlagen im 1:1-Format. Die Idee stammte aus dem Museum, das Konzept schuf die Potsdamer Künstlerin Annette Paul, die in Brandenburg bereits etliche Aktionen initiiert und begleitet hat. Die Umsetzung lag in den Händen der neuen Museumspädagogin Susanne Petersen. „Traumtürme und Wunderkleider“ ist der Titel der Aktion.

Während Kleider und Hosen gut gefragt waren, hielt sich das Interesse am Steintorturm in Grenzen. Johanna (3) und Clara (6) hatten sich für das Brandenburger Wahrzeichen entschieden und zwei sehr expressive Modelle gestaltet. Der eine ist leuchtend gelb, was an eine Morgenstimmung erinnert, der andere orange, was mancher Abendstimmung nahe kommt.

Hose und Kleid schmücken das Gotische Haus in der Ritterstraße. Quelle: Heiko Hesse

Bis zum 16. Mai hängen die zauberhaften Entwürfe in den Fenstern des Gotischen Hauses. Mehr über die Arbeiten und die kleinen und großen Künstler erfährt man auf der Webseite stadtmuseum.stadt-brandenburg.de

 

Von Heiko Hesse