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Brandenburg/Havel Die Brandenburger produzieren immer weniger Müll
Lokales Brandenburg/Havel Die Brandenburger produzieren immer weniger Müll
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13:12 24.02.2019
Nach Erkenntnissen der Stadt produzieren die Bürger auffallend wenig Müll. Die Trennung funktioniert leidlich – am besten bei Bürgern in Ein- und Zweifamilienhäusern. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Der Brandenburger an sich ist sparsam, was seine Abfallproduktion angeht. Nur 136,1 Kilogramm Müll produziert der Durchschnittseinwohner pro Jahr. „Das ist eine vergleichsweise geringe Hausmüllmenge“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Im Auftrag der Stadt hat die Firma Sabrowski-Hertrich-Consult zwischen Juli 2017 und Februar 2018 den Hausmüll und den Bioabfall, der im Stadtgebiet anfällt, sortiert und analysiert – einmal im Sommer und einmal im Winter. Über die Ergebnisse informiert auf Anfrage Verwaltungssprecherin Angelika Jurchen und Fachgebietsleiterin Kirstin Ohme.

Nach Erkenntnissen der Stadt produzieren die Bürger auffallend wenig Müll. Die Trennung des Mülls funktioniert leidlich. Am besten bei Bürgern in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Das Rathaus wollte mit dem Analyseauftrag herausfinden, wie viel Haus- und wie viel Biomüll pro Kopf in der Stadt anfällt. Sie wollte außerdem erfahren, welche Mengen an Wertstoffen im Hausmüll landen und in welcher Größenordnung die Brandenburger das Falsche in die Biomülltonne werfen.

Dabei hat die beauftragte Firma das Stadtgebiet in drei Siedlungstypen aufgeteilt, nämlich in erstens City- und Mehrfamilienhäuser, zweitens Ein- und Zweifamilienhäuser und dritten Großwohnanlagen, also Wohnblöcke.

Die gute Nachricht zuerst. Mit rund 136 Kilogramm Hausmüll pro Kopf sind die Brandenburger moderate Abfallproduzenten. Die Menge gilt als vergleichsweise gering.

15 Kilo weniger Müll

Die Bürger haben die bei einer früheren Analyse in den Jahren 2009/2010 sogar noch deutlich unterboten. Seinerzeit waren auf einen Einwohner 149,4 Kilogramm Hausmüll entfallen.

Die geringsten Hausmüllmengen kommen aus Eigenheimen, nämlich nur 122,5 Kilogramm pro Kopf, rund 15 Kilo weniger als acht Jahre zuvor. In den City- und Mehrfamilienhäusern sind es 138,6 Kilogramm (2009: 155,1 Kilo).

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In den großen Wohnblöcken fällt der Rückgang des Hausmülls der Analyse zufolge am geringsten aus. Aktuell wurden 143,6 Kilogramm festgestellt. Acht Jahre zuvor waren es nur 3,5 Kilo mehr gewesen.

Erfreulich ist zudem, dass problematische Dinge wie Schadstoffe, Batterien, Lacke und Farben nur selten im Hausmüll landen. Ihr Anteil liegt bei 0,1 Prozent.

Weniger Bioabfall als früher im Restmüll

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung, dass nicht mehr so viele Bioabfälle in die Restmülltonne geworfen werden. Der Anteil ist im Zeitraum von acht Jahren von 41 auf 33,6 Prozent gesunken.

Kirstin Ohme, Fachgruppenleiterin Umwelt- und Naturschutz, zieht folgende Bilanz: „Die Bürger der Stadt Brandenburg zeigen eine gute Abfallvermeidung und Stofftrennung. Die Getrenntsammlung von Wert- und Problemstoffen sowie von Elektroschrott werden von Bevölkerung akzeptiert und größtenteils umgesetzt.“

Luft nach oben gibt es noch beim Biomüll. Dort sind die Unterschiede je nach Siedlungstyp sehr groß. Frauen und Männer, die in Eigenheimen leben, sammeln der Erhebung zufolge 72 Kilogramm Biomüll pro Kopf und Jahr, Bewohner von City- und Mehrfamilienhäusern hingegen mit knapp 41 Kilo gerade mal die gute Hälfte.

Zu viel Falsches in Biomülltonnen der großen Wohnblöcke

Nur 1,5 Prozent in der Biomülltonne sind sogenannte Störstoffe, also Dinge, die da nicht hineingehören.

Der Anteil ist in Großwohnanlage mit 5,7 Prozent am höchsten, das finden die Umweltschützer der Stadt zu viel. Ansonsten liegt der Anteil unter einem Prozent.

In der Konsequenz kündigt die Verwaltung Kontrollen der Biotonnen im Hinblick auf mögliche Fehlbefüllungen an. Sie will mit verstärkten Grundstückskontrollen weiter kritisch prüfen, ob Befreiungsanträge von der Biotonne bewilligt werden.

Mit Öffentlichkeitsarbeit und Abfallberatung zur korrekten Nutzung der Biotonne sollen die Brandenburger motiviert werden.

Am schlechtesten sieht es in dieser Hinsicht da aus, wo die großen Wohnblöcke stehen. Dort kommt der Durchschnittsbewohner nur auf 22,7 Kilogramm Biomüll im Jahr.

Das Getrenntsammeln in der Stadt ist somit unterschiedlich verbreitet. Knapp jeder Zweite im Stadtgebiet trennt seinen Biomüll. In Großwohnanlagen ist es nur jeder Dritte (32 Prozent), in den Ein- und Zweifamilienhäusern sind es hingegen mehr als zwei Drittel (69 Prozent).

Kirstin Ohme: „In City- und Mehrfamilienhausgebieten sowie Großwohnanlagen ist es dringend geboten, noch mehr Bioabfälle über die Biotonne zu entsorgen.“

Von Jürgen Lauterbach und André Wirsing

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