Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Fast 100 Brandenburgerinnen tanzen gegen Gewalt
Lokales Brandenburg/Havel Fast 100 Brandenburgerinnen tanzen gegen Gewalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 14.02.2019
Zur Aktion One Billion Rising tanzten Frauen am Donnerstag auf dem Altstädtischen Markt. Mitorganisatorin ist die Tanzpädagogin Maren Werner (vorne). Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Fast Hundert Brandenburgerinnen haben am Donnerstagnachmittag als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern vor dem Altstädtischen Rathaus in Brandenburg getanzt. Es war eine Veranstaltung der weltweiten Aktion One Billion Rising, zu deutsch: Eine Milliarde erhebt sich.

Unter den Teilnehmern waren Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe, Christel Mück-Hannemann, die Leiterin des Brandenburger Frauenhauses, die Behinderten- und Ausländerbeauftragte Katrin Tietz und Ute Taege (CDU), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Brandenburger Frauen und wenige Männer machen mobil gegen Gewalt. Zum zweiten Mal seit 2018 beteiligten sich Menschen in der Havelstadt an der weltweiten Protestaktion One Billion Rising. Dazu aufgerufen haben Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe (l.) und Tanzpädagogin Maren Werner.

Männer aus der Spitze der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik waren nicht dabei. „Ich hätte mir gewünscht, auch Oberbürgermeister Steffen Scheller hier zu sehen“, sagte Christel Mück-Hannemann.

Wohl niemand weiß in der Stadt so gut wie sie, welche Facetten und Grausamkeit Gewalt an Frauen haben kann. „Es ist nach wie vor bei uns im Haus sehr voll.“ In das Schutzhaus kommen auch Frauen mit Migrationshintergrund, „die kein Deutsch können, von ihren Männern isoliert werden und die dann trotzdem über Bekannte merken, sie haben in Deutschland andere Rechte.“

Fröhlich schauende Autofahrer

Ins Leben gerufen hat den Protesttag in Brandenburg auch die Tanzpädagogin Maren Werner. Zu lauten Beats und toller Musik tanzten die Frauen und wenigen Männern, organisiert als Flashmob. Das sind Versammlungen von Menschen auf öffentlichen Plätzen zu einer aufsehenerregenden Aktion.

Deutschlandweit sei jede dritte Frau Opfer von Gewalt geworden, dazu zähle auch sexuelle Gewalt und Cybermobbing, so Kornelia Köppe. Das sei für viele Frauen bittere und traumatische Realität. „Es war und ist ein Tabu. Es ist auch in Brandenburg wichtig, dass die Frauen selbstbewusst werden und wissen, wo sie Hilfe bekommen.“

Eindringlicher Appell zu helfen

„Eine aufsehenerregende Aktion gegen Gewalt an Frauen und Kindern kann ich nur begrüßen“, sagte Ute Taege. Die Kommunalpolitikerin ruft die Gesellschaft dazu auf, wachsam auf Zeichen von Gewalt an Frauen zu reagieren.

Bundesweit beteiligen sich 200 Städte, Brandenburg zum zweiten Mal. Mehr Wucht hätte die Aktion gehabt, hätte ein großes Plakat die vorbeifahrenden Autofahrer auf den Hintergrund des öffentlichen Tanzes aufmerksam gemacht. So fuhren viele mit heruntergelassenen Fenstern lachend vorbei.

Von Marion von Imhoff

Da ist was abgerutscht! Ein mit Drahtrollen beladener Sattelzug hat am Donnerstagnachmittag auf der provisorischen B 102 hinter Paterdamm eine Kurve nicht gekriegt. Der Verkehr wird umgeleitet.

14.02.2019

Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung sind Arbeitsaufträge an die Verwaltung. Die Ausschreibung für vier Wohnbau-Grundstücke am Packhof wurde im Rathaus eigenmächtig verändert.

14.02.2019

Am Samstag macht der Repo-Markt in Brandenburg nach 23 Jahren für immer zu. Die MAZ sprach mit Kunden über das Aus des Marktes in Hohenstücken. Die Stimmung ist eindeutig.

14.02.2019