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Brandenburg/Havel Brandenburger Entwicklungshilfe für Frühchen in Kirgisien
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Entwicklungshilfe für Frühchen in Kirgisien
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13:04 28.12.2018
Gäste aus Kirgisien besprechen im städtischen Klinikum Brandenburg mit den Architekten und Chefarzt Hans Kössel (hinten), was für das künftige Frühgeborenenzentrum am wichtigsten ist. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Das städtische Klinikum Brandenburg ist am Aufbau des größten Frühgeborenenzentrums in Kirgisien beteiligt. Genauer gesagt ist es Kinderchefarzt Hans Kössel, der das Großprojekt im fernen Asien bereits seit ungefähr zehn Jahren begleitet.

Kurz vor Weihnachten war eine größere Delegation aus Kirgisien ins städtische Klinikum in der Hochstraße gekommen, um Detailplanungen für das künftige staatliche Krankenhaus Haus in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek weiter voranzutreiben und sich die Frühchenstation genauestens zeigen und erklären zu lassen.

Der Brandenburger Kinderchefarzt ist beteiligt, weil der Krankenhausbau in Kirgisien von der deutschen Entwicklungshilfe mit 12,5 Millionen Euro gefördert wird. „Die finanzierende Kreditanstalt für Wiederaufbau hat mich vor zehn Jahren gefragt, ob ich eine Machbarkeitsstudie für das Perinatalzentrum in Bischkek übernehmen könnte“, berichtet Hans Kössel.

Das Land mit den drei Namen

Die Republik Kirgisien wird auch Kirgisistan und Kirgistan genannt. Alle drei Bezeichnungen im Deutschen sind richtig. Das Land ist hervorgegangen aus der Kirgisischen SSR der Sowjetunion, es erlangte seine Unabhängigkeit mit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991.

In dem zentralasiatischen Binnenstaat leben 6,2 Millionen Menschen. Das gebirgige Land grenzt an Kasachstan, China , Tadschikistan und Usbekistan. Die Hauptstadt heißt Bischkek und hat ungefähr 1,2 Millionen Einwohner.

Die Entfernung zwischen Brandenburg/Havel und Bischkek beträgt etwa 6000 Kilometer.

Zwei solcher Studien hat der Brandenburger Mediziner, der über jahrzehntelange Erfahrung mit der Behandlung frühgeborener Kinder verfügt, in den Jahren 2008 und 2010 angefertigt. Eine regelmäßige Zusammenarbeit hat sich in den folgenden Jahren entwickelt. „Ich bin inzwischen schon zehnmal zu Schulungen der dortigen Kinderärzte in Kirgisien gewesen“, erzählt Chefarzt Kössel.

In diesen Tagen war der Kinderspezialist in Brandenburg/Havel mehrere Tage lang Gastgeber für acht Techniker, Manager und Regierungsbeamten aus dem einstigen GUS-Staat, die an dem Krankenhausbau beteiligt sind. Zu den Gästen gehörte zudem der deutsche Krankenhausplaner Henning Lensch mit zwei Architektenkollegen.

Das neue Krankenhaus im Modell. Quelle: RRP/Repro: Rüdiger Böhme

Der Rohbau des Krankenhauses steht bereits. Ende 2019 soll es in Betrieb gehen mit dem bis dato mit Abstand größten Frühgeborenenzentrums des Landes mit 40 Frühchenbetten. Die Kreißsäle dort sind ausgelegt für 5- bis 6000 Geburten im Jahr, das sind also etwa sechsmal so viele wie in Brandenburg/Havel.

Die kirgisische Klinik wird außerdem eine Erwachsenen-Intensivstation und vier Operationssäle bekommen. Im Oktober waren schon einmal Besucher aus Kirgisien zu Gast gewesen. Seinerzeit ging es vorrangig um das Medizinisch-Fachliche. Denn jene Delegation bestand aus Klinikärzten und Vertretern von Firmen, die das Frühgeborenenzentrum ausstatten.

Von Jürgen Lauterbach

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