Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Ruhestätte für Rotarmisten restauriert
Lokales Brandenburg/Havel Ruhestätte für Rotarmisten restauriert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:56 08.05.2014
Quelle: J. Steiner
Brielow

Alexander Boltonow (89) standen die Tränen in den Augen, als er zum Obelisk mit dem roten Stern auf der Spitze vortrat und seiner toten Kameraden gedachte. Er ist ein Überlebender. Den ganzen Feldzug gegen die Wehrmacht machte er als junger Mann mit. Von Mineralnyje Wody im Nordkaukasus bis vor das Brandenburger Tor mit der 1. Ukrainischen Front unter Marschall Konew. Genau 69 Jahre nach Kriegsende kehrte Boltonow zurück nach Deutschland – um sich zu bedanken. „Ich bin sehr froh über diese würdige Erinnerungsstätte für unsere Soldaten“, sagte er der MAZ.
Am Donnerstag wurde der 1947 am Brielower Ortseingang angelegte sowjetische Soldatenfriedhof nach einer umfangreichen Neugestaltung der Öffentlichkeit übergeben. Dafür stellte der Bund über den Landkreis Potsdam-Mittelmark rund 400 000 Euro bereit. Der Restaurierung nach Plänen des Bad Belziger Landschaftsarchitekten Gunnar Lange ging eine intensive Abstimmung mit dem Brandenburger Innenministerium, der Botschaft der Russischen Föderation und der Denkmalschutzbehörde voraus. Mit einbezogen war auch das Amt Beetzsee als Träger der Kriegsgräberstätte, in der nach neuesten Recherchen 392 Rotarmisten und sowjetische Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, ihre letzte Ruhe gefunden haben.

„An der Erneuerung führte kein Weg vorbei. Die Namen der Toten sind wieder lesbar und treten damit aus der Anonymität heraus. Den meisten von ihnen war es nicht einmal vergönnt, eine Familie zu gründen. Sie starben tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in seinem Grußwort. In Anwesenheit von Russlands Botschafter Wladimir Grinin schlug Woidke den Bogen in die Gegenwart. Mit großer Sorge betrachte er die Entwicklung in der Ukraine. Aber er hoffe, dass sich Russland als Partner und nicht als Gegner Europas erweise, wenn es darum gehe, eine politische und friedliche Lösung für die Ukraine zu finden.

Botschafter Grinin ging in seiner Rede nicht auf die Ereignisse in Russlands Nachbarland ein. Der Diplomat erinnerte auf dem neugestalteten Friedhof vielmehr an die 20 Millionen Sowjetbürger, die während des Zweiten Weltkrieges ihr Leben verloren. Auch Brandenburger Boden sei mit reichlich Blut getränkt – und zwar von beiden Seiten. Grinin dankte den deutschen Behörden, Firmen und Kommunen, dass die Wiedereinweihung der Gräberanlage möglich wurde.

In Brielow befindet sich eine von 20 Kriegsgräberstätten für sowjetische Soldaten und Zivilisten im ganzen Landkreis. Dazu kommen über 100 Erinnerungsstätten für in den beiden Weltkriegen gefallene deutsche Soldaten. Insgesamt sind es fast 6000 Kriegstote, derer in Potsdam-Mittelmark gedacht werde, sagte Vize-Landrat Christian Stein in seinem Grußwort. Erneuerungen von sowjetischen Grabstätten hat es unter anderem schon in Niemegk, Brück und Stahnsdorf gegeben. Bad Belzig und Schlalach sollen folgen.

Zu DDR-Zeiten war es in Brielow an jedem 8. Mai üblich, mit Blumen und Kränzen an die toten Rotarmisten zu erinnern. „Nach 1990 kam es zu einer eigenartigen Zurückhaltung“, bedauerte der stellvertretende Amtsausschussvorsitzende Günter Noack. Er machte den Vorschlag, den Friedhof als Ort des Gedenkens wieder für alle Gemeinden des Amtes Beetzsee zu nutzen. Amtsdirektorin Simone Hein sieht in der Erhaltung und Pflege der Anlage eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Von Frank Bürstenbinder

Brandenburg/Havel Generalpachtvertrag für mehr als 80 bestehende Pachtverhältnisse - Feindliche Attacke aus dem Vorstand

Einen Antrag im Auftrag seines Kreisverbandes hat der Gartenfreund Uwe Trütschler an die SVV gestellt: Die Verwaltung soll prüfen, ob die mehr als 80 bestehenden Pachtverträge der Stadt mit den einzelnen Garten-sparten abgelöst werden sollen. Die Gartenfreunde suchen nun das Gespräch mit der Stadt.

08.05.2014
Brandenburg/Havel Neun Küken brütet Mama Ente in der Steinstraße aus - Achtung, Familie Ente auf Ausflug!

Entenfamilie sorgt in der Generalstaatsanwaltschaft für Chaos. Mama Ente brütete auf dem Gelände in der Steinstraße kürzlich neun Küken aus. Die Bediensteten sind jetzt sozusagen Entenväter und kümmern sich um die kleine Familie.

08.05.2014

Im Eine-Welt-Laden in Wichernhaus wird jetzt auch Marken-Schokolade mit Wahrzeichen aus Brandenburg an der Havel verkauft.

09.05.2014