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Brandenburg/Havel Brecht-Gymnasium wird für 1,4 Millionen Euro saniert
Lokales Brandenburg/Havel Brecht-Gymnasium wird für 1,4 Millionen Euro saniert
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12:05 23.11.2019
Das Bertold-Brecht-Gymnasium im Brandenburger Stadtteil Nord wird 2020 eine neue Fassade bekommen. 2015 wurde der Vorplatz neu gestaltet. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Mit Millionen-Aufwand wird das Bertolt-Brecht-Gymnasium saniert. Für 1,4 Millionen Euro erhält das Gebäude in der Prignitzstraße im Brandenburger Stadtteil Nord eine neue Fassade, Sonnenschutz und eine Mensa als Neubau auf dem Pausenhof. Schulleiter Uwe Schröder zeigte sich erleichtert. „Die Sanierung ist mehr als überfällig“, sagte er der MAZ. 572 Schüler besuchen derzeit das Bertolt-Brecht-Gymnasium. Tendenz steigend. Noch vor zehn Jahren waren es rund 80 Schüler weniger. „Wir sind gemessen an den Anmeldezahlen das nachgefragteste Gymnasium in der Stadt“, so Schröder. Die Jugendlichen werden unterrichtet von fast 50 Lehrern. Das Schulhaus wurde 1964 erbaut und ist damit 55 Jahre alt. „So wie damals sieht es auch heute noch aus, es ist der Original-Putz noch drauf“, so Schröder. Hanswalter Werner (SPD), Vorsitzender des Bildungsausschusses, hat sich vor 14 Tagen die Schule angesehen. Er spricht von einem Investitionsstau: „Die Sanierung ist wirklich sehr dringend nötig.“

Zunächst erhält die Schule die neue Fassade zur Süd-, also Straßenseite hin. Kostenpunkt: 340.000 Euro. Darin inbegriffen ist auch die Wärmedämmung und der Sonnenschutz. An heißen Sommertagen haben die Brecht-Gymnasiasten regelmäßig Kurzstunden und früher Schluss, weil sich die Unterrichtsräume teilweise auf über 30 Grad aufheizen. Baubeginn und Fertigstellung sind laut Schröder im kommenden Jahr vorgesehen. In die Gestaltung der Fassade soll die Schule miteinbezogen werden.

Fensterbänke gefährlich wacklig

Vor zwei Jahren mussten aus Verkehrssicherungsgründen einige Fensterbänke von der Fassade abgenommen werden. Sie wackelten so stark, dass sie zur Verletzungsgefahr für die Schüler hätten werden können. An manchen Stellen schauen nun unter den Fenstern die blanken Ziegel hervor.

Das Bertold-Brecht-Gymnasium im Brandenburger Stadtteil Nord wird bald eine neue Fassade bekommen. Bei einigen Fenstern mussten schon vor Jahren die Fensterbänke aus Sicherheitsgründen abgeschlagen werden (siehe 3. Fenster v. l). Quelle: Rüdiger Böhme

Das größte Projekt der Sanierung ist der Neubau der Mensa. Allein das kostet 1,1 Millionen Euro. Bis Februar soll nach Angaben des Gebäudeliegenschaftsmanagements die Planungsleistung ausgeschrieben und auch vergeben sein. Das teilt Susanne Wiegner von der Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Frühjahr 2021 Baustart für Mensa

Bis Ende Mai will die Stadtverwaltung die Pläne von dem Entwurf bis zur Ausführung fertiggestellt haben. Dann beginnt das Baugenehmigungsverfahren, das sich laut Schätzung mindestens zehn Wochen hinziehen wird. Im Frühjahr 2021 sollen dann auf dem Schulhof die Bauarbeiten beginnen für die neue Mensa und bis Jahresende beendet sein. Im Dezember 2021 könnten die Brecht-Schüler ihre neue Mensa einweihen.

Schulleiter Uwe Schröder ist erleichtert über den bevorstehenden Baubeginn. Quelle: JACQUELINE STEINER

Wo genau die Mensa auf dem Schulhof entstehen wird, ist noch offen. Platz soll sie für 100 Schüler haben. Geplant sind dort an jedem Unterrichtstag mehrere Essensdurchgänge.

Schüler in der SVV

Schüler des Brecht-Gymnasiums waren in der Stadtverordnetenversammlung am 30. Oktober für die Sanierung ihrer Schule eingetreten. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) sagte ihnen einen Vor-Ort-Besuch zu. Dieser war nun vorige Woche mit Vertretern des Kollegiums und den Klassensprechern.

„Die zeitliche Planung steht und es wurden die ersten Aufträge für Architekten erteilt“, sagte Scheller. Mit der Fertigstellung der Fassade „wird Ende 2020 schon viel Neues zu sehen sein“. Der Oberbürgermeister spricht von Aufwertung und Weiterentwicklung des Schulstandortes.

Möglich wird der finanzielle Kraftakt für das Brecht-Gymnasium durch das Kommunalinvestitionsfördergesetz mit Bundesmitteln. Dadurch fließen 8,9 Millionen Euro in die Sanierung von mehreren Schulen und Sportstätten in der Stadt Brandenburg. Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt kommen so rund 10 Millionen Euro zusammen.

Von Marion von Imhoff

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