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Brandenburg/Havel Kornmesser gewinnt für die SPD
Lokales Brandenburg/Havel Kornmesser gewinnt für die SPD
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21:39 01.09.2019
Britta Kornmesser (SPD) gewinnt das Direktmandat zur Landtagswahl 2019 mit knapp fünf Prozentpunkten Vorsprung. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Britta Kornmesser (SPD) hat das Direktmandat für den Landtag im Wahlkreis 17 gewonnen. Sie setzte sich mit 25,5 Prozent vor dem AfD-Bewerber Axel Brösicke (20,6%) und dem CDU-Kandidaten Jean Schaffer 18,4%) durch.

Schon nach den ersten Auszählungsergebnissen in den 62 Wahlbezirken hatte die SPD-Politikerin, die zwar erstmals in der Landespolitik angetreten ist, aber über langjährige kommunalpolitische Erfahrung verfügt, stabil mit Vorsprüngen zwischen drei und fünf Prozentpunkten geführt.

Ihren Erfolg teilt sie nach eigener Aussage gern: „Es war eine tolle Teamleistung im Wahlkampf, alle Ortsvereine haben dabei mitgezogen. Aus der Partei heraus entwickelte sich ein echtes Wir-Gefühl, darauf bin ich echt stolz. Ich war nur anfangs etwas nervös“, gibt sie zu. Gleichzeitig macht sie ein Angebot an die Stadtspitze: „Ich werde relativ zügig das Gespräch mit Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) suchen, um eine gemeinsame Basis zu finden, auf der wir möglichst viel für die Stadt erreichen können.“ Britta Kornmesser bedankt sich ausdrücklich bei ihrem Parteifreund und Vorgänger im Landtag Ralf Holzschuher: „Er hat mich bedingungslos unterstützt und auch morgens um 6 Uhr am Hauptbahnhof Wahlkampf gemacht.“ Zudem bekomme sie Tipps und Verbindungen für die Arbeit im Landtag von ihm.

Wo Sieger sind, gibt es auch Verlierer. Wir haben einige Impressionen bei beinahe allen Parteien gesammelt. Klicken Sie sich durch und machen Sie sich ein eigenes Bild.

Die 50-Jährige ist Beamtin, als stellvertretende Behördenchefin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Brandenburg wird sie einen Beurlaubungsantrag stellen, sobald das Wahlergebnis feststeht. Nach dem Ende der Wahlperiode hat sie ein Rückkehrrecht, sollte sie nicht noch einmal gewählt werden oder nicht noch einmal antreten.

Der erste Verlierer Brösicke gratuliert der Siegerin: „Der Wahlkampf war sehr fair, ohne gegenseitige persönliche Angriffe. Ich gönne es Britta Kornmesser und werde in der Stadtverordnetenversammlung weiter mit ihr vernünftig zusammenarbeiten“, sagt der AfD-Mann. Sein Team habe alles gegeben, er könne damit zufrieden sein, als Neuling nur knapp zu unterliegen.

Schaffer gratuliert ebenfalls: „Glückwunsch an Frau Kornmesser. Schade, dass es für uns nicht geklappt hat. Da hat der Landes-Trend von SPD und AfD durchgeschlagen, wobei ich das mit der AfD deutlich schlimmer empfinde. Ich habe Angebote zu den Themen Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Mobilität und Wirtschaft gemacht, die nicht entsprechend aufgenommen wurden. Meine persönlichen Ergebnisse liegen über dem Landessschnitt.“

Das reklamiert auch der Freie-Wähler-Bewerber Norbert Langerwisch (8,6%) für sich. „Ich h#ätte mir ein zweistrelliges Ergebnis gewünscht. Aller Voraussicht nach ziehen die Freien Wähler als Fraktion in den Landtag, das war unser erstes Ziel.“

Eine deutliche Niederlage gesteht Linken-Bewerber Andreas Kutsche (12,8%) ein: „Ich hätte mir ein deutlich besseres Ergebnis zwischen 16 und 18 Prozent gewünscht. Wenigstens hat es die SPD in der Stadt geschafft.“ Auch er liege persönlich über dem Landesdurchschnittswert seiner Partei.

Bündnisgrünen-Kandidat René Blumenthal (10,5%) feiert gemeinsam mit seinem Wahlkreis-16-Kollegen Vincent Bartolain: „Wir sind beide ins kalte Wasser gesprungen, die Ergebnisse hätten schlimmer ausfallen können. Wir haben beide in den vergangenen sechs Wochen bis zum Umfallen gekämpft, haben uns also auch nichts vorzuwerfen.“

Um 21.20 Uhr waren alle 62 Wahlbezirke im Wahlkreis 16 ausgezählt sowie die elf Wahlbezirke in Plaue und auf dem Görden im Wahlkreis 17. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,6 Prozent.

Von André Wirsing

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